EHC München will die Meisterschaft

Wer führt sein Team zum Titel In der Playoff Finalserie der DEL trifft Don Jackson mit dem EHC München auf Pavel Gross und die Grizzlys Wolfsburg

"Ich denke, das ist sehr besonders", sagt Wolfsburgs Stürmer Tyson Mulock, der auch schon unter Jackson spielte.

Nach dem ersten Finalsieg im - saisonübergreifend - siebten Anlauf haben die Grizzlys Wolfsburg in der Finalserie 2017 gegen den EHC Red Bull München auf 1:2 verkürzt.

Vor 6142 Zuschauern brachte Keith Aucoin (8. Minute) die Münchner, die die ersten beiden Gipfeltreffen noch jeweils mit 3:2 gewonnen hatten, verdient in Führung. Für die Grizzlys war es bei der dritten Finalteilnahme nach 2011 und 2016 im insgesamt zehnten Spiel der erste Sieg überhaupt. Nach diesem eindrucksvollen ersten von geplant vielen Titeln für das Team von Coach Don Jackson hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter dem EHC versprochen, den nächsten Titel auf dem berühmten Marienplatz feiern zu dürfen. Sein Wolfsburger Kollege Pavel Gross stellte fest: "Das war ein interessante Partie, eine lange Partie".

Auch wenn sich die Grizzlys in der Rekord-Overtime von München am Ende kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien konnten, soll das Finale nicht über die Kondition entschieden werden. Dem Team von Trainer Pavel Gross, das im Vorjahr 0:4 gegen München verloren hatte, droht damit erneute eine Serie ohne einen einzigen Erfolg. Interessant dürfte es im Finale werden: Für München spielt der berüchtigte Heißsporn Steve Pinizzotto, der Gegner wie kein Zweiter provozieren kann. Und Wolfsburg sei eine starke Mannschaft, "die hängen sich voll rein". Psychologisch sei dieses 2:3 nicht schlimmer als eine Niederlage nach regulärer Spielzeit, sagte er.

Selbst eine Fünf-Minuten-Zeitstrafe gegen Jeffrey Likens nahm den Grizzlys den Aufwind nicht, im Gegenteil: Aubin stocherte kurz nach deren Ablauf die Scheibe über die Münchner Torlinie. Doch es kam noch besser: Einen genialen Pass von Kahun schob Mauer 49 Sekunden vor der zweiten Pause zum 3:2 für den EHC ins Tor - die Partie war gedreht. DEL-Tor im ersten Überzahlspiel seines Teams am Dienstag den Ausgleich erzielt hatte. Am Samstag geht es bei den Grizzlys weiter. Furchner schloss einen Konter ab und erklomm mit nun 14 Punkten die Spitze der Playoff-Scorerliste. Wolfsburger Spieler provozierten Strafen, gingen dabei mitunter auch (zu) schnell zu Boden und lamentierten - aber der Plan ging nicht auf. Dieses Mal nutzte Seidenberg die Überzahl mit einen Abschluss von der blauen Reihe vorbei an Goalie Brückmann.

Im letzten Abschnitt probierten vor allem die Münchner noch einmal, die Verlängerung zu umgehen. Und da kam es dann zu einem Drama in zwei Akten.

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