Hamilton kontert Vettel in Shanghai

Sebastian Vettels Bestzeiten im Training konnte keiner unterbieten

Sebastian Vettel, der Ferrari von einem anderthalb Jahre andauernden Fluch erlöst hat, schiebt für den Großen Preis von China am Sonntag (8 Uhr MESZ/RTL und Sky) aber die Silberpfeile in die verbale Pole-Position: "Mein Sieg hat nicht viel zu bedeuten". Räikkönen konnte das Tempo von Mercedes-Mann Lewis Hamilton und Vettel nicht mitgehen und belegte hinter dem Red-Bull-Duo Platz fünf. Nicht Lewis Hamilton, sondern Valtteri Bottas startet am Sonntag von der Pole-Position.

So lief das erste Training am Freitag: Sebastian Vettel macht in Bahrain da weiter, wo er beim ersten Rennen in Australien aufgehört hat. Eine perfekte Strategie von Mercedes.

Mit seinem ehemaligen Mercedes-Stallrivalen Nico Rosberg musste Hamilton zweimal bis zum Schluss kämpfen.

Der niederländische Youngster Max Verstappen lieferte in der Millionen-Metropole eine furiose Aufholjagd und raste im Red Bull von Rang 16 auf das Podium, knapp vor seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo und Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari. Nach Platz sieben in der Qualifikation rechnete er sich gute Chancen auf seine ersten Punkte für Renault aus, raste am Ende als Zwölfter jedoch an den Zählern vorbei. Schon vor dem Start war an den Kommandoständen über die Reifenwahl gerätselt worden.

Nach der turbulenten Anfangsphase beruhigte sich das Geschehen auf einer abtrocknenden Strecke etwas - vorne konnte Hamilton gefolgt von Verstappen, der sich auf Rang zwei vorgearbeitet hatte, nahezu ungestört seine Runden drehen. Der Start verlief zunächst noch unspektakulär.

Vettel kam von Startplatz zwei nicht ideal weg, blieb aber nach der ersten Kurve vor Bottas.

In Runde 1 kracht dann Sergio Perez (Force India) in Lance Stroll (Williams) und knallt den Kanadier raus. Zwar können sie auf trockener Strecke noch nicht mit Mercedes und Ferrari Schritt halten, doch bei feuchten Bedingungen war Red Bull schon 2016 oftmals schneller als Mercedes. Der Ersatzmann für den noch verletzten Worndorfer Pascal Wehrlein zerlegte dabei seinen Sauber, das Safety Car musste raus. Drei Runden später ging das Rennen richtig los. Auch Vettel sehnt sich danach, im dritten Jahr bei Ferrari endlich die hohen Ansprüche in Italien zu erfüllen.

Der Deutsche hing etliche Runden hinter dem Finnen fest, während Rivale Hamilton ungefährdet wegfuhr. Als dieser Räikkönen überholt hatte, dauerte es hingegen nicht lange, bis auch Ricciardo passiert worden war.

"Das Feuer brennt", sagte Hamilton über seine neue Motivation nach der Niederlage gegen Vettel in Australien, er habe daraus "positive Energie" gezogen. Als sich in der 29.

Mit je einem Sieg und einem zweiten Platz führen der dreifache Weltmeister und der deutsche Vierfachchampion die WM-Wertung gleichauf mit 43 Punkten an. Was der ehemalige Grand-Prix-Pilot meint: Hamilton baute in seine schnellste Runde einen Schnitzer in der Spitzkehre ein, der "mindestens eine halbe Sekunde" (Surer) gekostet hat. Vettel versuchte noch einmal alles, doch der Brite gab sich keine Blöße. "Daraus als Sieger hervorzugehen, ist soviel mehr befriedigender", betonte Hamilton.

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