Nordkorea droht trotz US-Warnung mit "wöchentlichen" Raketen-Tests

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un provoziert die Weltgemeinschaft mit einem Raketentest erneut. Allerdings ging der Abschuss laut Experten schief

Vizepräsident Pence besuchte am Montag einen US-Militärstützpunkt an der entmilitarisierten Zone im streng gesicherten Grenzgebiet zu Nordkorea.

Die erneute Provokation überschattet den Besuch von US-Vizepräsident Pence, der am Sonntag im US-Luftstützpunkt Pyeongtaek in Südkorea eintraf.

Der Flugkörper "explodierte fast sofort", wie das US-Pazifikkommando berichtete.

Der befürchtete Atomtest aus Anlass des "Tag der Sonne" genannten 105. Geburtstags des vor 23 Jahren gestorbenen Staatsgründers Kim Il Sung am Samstag blieb allerdings aus.

Der neue Raketentest Nordkoreas hat die Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel verschärft. Beobachter spekulierten, ob es sich teilweise um Attrappen handelte.

UN-Resolutionen untersagen Nordkorea, das nach südkoreanischen Erkenntnissen über mindestens zehn Atombomben verfügt, den Abschuss ballistischer Raketen.

Der große Nachbar China warnte vor einer "sehr heiklen und gefährlichen Lage" und rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe mahnte zu diplomatischen Bemühungen sowie zu Druck, um Nordkorea zu einem ernsthaften Dialog zu bewegen. Er bestätigte, dass Tokio an Krisenplänen für eine Evakuierung der schätzungsweise 57 000 Japaner in Südkorea arbeitet.

Russland hat die USA vor einer militärischen Konfrontation mit Nordkorea gewarnt. "Ich hoffe, dass es keine einseitigen Schritte der USA wie in Syrien geben wird", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Moskau. Trump habe im Wahlkampf versprochen, militärische Interventionen zu unterlassen. Die Führung in Pjöngjang sollte die Entschlossenheit von Präsident Trump und die Stärke des US-Militärs nicht auf die Probe stellen. Es sei "an der Zeit, dass wir alle erdenklichen Maßnahmen ergreifen - vor einer militärischen Option -, um das Problem friedlich zu lösen". Von Südkorea reist Pence am Dienstag nach Japan weiter. Die USA und andere westliche Staaten wollen verhindern, dass das isolierte kommunistische Land weitreichende Atomraketen entwickelt, die sogar Amerika und Europa treffen könnten. Untermauert werden diese Worte mit dem Aufmarsch eines Flottenverbandes mit Flugzeugträger, den die USA kürzlich in die Region entsandt haben.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster betonte, Washington arbeite wegen Nordkorea eng mit Peking zusammen.

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