Peking ruft im Nordkorea-Konflikt zu Selbstbeherrschung auf

USS Carl Vinson mit Begleitung am 14. April im Indischen Ozean. Bild US Navy

Die USA haben eine Gruppe von Schiffen unter Führung eines Flugzeugträgers in den Westpazifik entsandt.

Der amerikanische Flugzeugträger USS Carl Vinson ist im westlichen Pazifik unterwegs.

Amerikas Präsident Donald Trump hatte zuletzt gedroht, sein Land sei notfalls zu einem Alleingang bereit, wenn China im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm nicht den Druck auf Pjöngjang erhöhe. Ausserdem hätten sie sich darauf geeinigt, das Problem friedlich zu lösen.

Die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea verschärfen sich dadurch.

Nach der Entsendung von US-Kriegsschiffen zur koreanischen Halbinsel hat China alle beteiligten Seiten zu Zurückhaltung aufgerufen.

"Wir werden die härtesten Gegenmaßnahmen gegen die Provokateure ergreifen, um uns mit aller Waffengewalt zu verteidigen", erklärte der nordkoreanische Ministeriumssprecher. Nordkorea sei bereit, "auf jede von den USA gewünschte Art des Krieges zu reagieren".

Das Telefongespräch der beiden Sicherheitspartner erfolgte nach Trumps Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping in Florida. Es müsse eine "Denuklearisierung" der Koreanischen Halbinsel erreicht werden.

Das US-Pazifikgruppe dirigierte den Marineverband um den Flugzeugträger "USS Carl Vinson" in den Westpazifik, nachdem er aus Singapur ausgelaufen war.

Die Maßnahme wird als Stärke-Demonstration der USA gegenüber der kommunistischen Regierung in Pjöngjang verstanden. Dem fügte er hinzu, dass Donald Trump das Militär gebeten habe, bereit zu sein, "ein ganzes Spektrum von Möglichkeiten zur Beseitigung dieser Bedrohung vorzuschlagen". Das Regime in Nordkorea hatte am Mittwoch zum wiederholten Mal eine ballistische Testrakete in Richtung offenes Meer feuern lassen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Aktion. Experten gehen anhand von Satellitenaufnahmen davon aus, dass derzeit ein sechster Test vorbereitet werden könnte. Zugleich versuchte er Gerüchte in den sozialen Medien über eine akute Sicherheitskrise einzudämmen. China sei der Ansicht, das Atomprogramm habe ein "ernstes Stadium" erreicht.

Pyongyang unterstellt den USA regelmässig, durch die gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder aber bestreiten. Nordkorea betrachtet die regelmäßig stattfindenden Manöver als Provokation.

Am Dienstag kamen nach Berichten südkoreanischer Sender in der nordkoreanischen Hauptstadt Pyongyang die Mitglieder der Obersten Volksversammlung zu ihrer Frühjahrssitzung zusammen.

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