US-Flugzeugträger unterwegs nach Korea

Unterwegs zur Koreanischen Halbinsel US-Flugzeugträger markieren Präsenz

Angesichts wachsender Spannungen nach Raketentests durch Nordkorea verlegen die USA Kriegsschiffe näher an die geteilte koreanische Halbinsel. Das sagte ein Angehöriger der US-Streitkräfte dem Sender CNN. Dieser Schritt sei eine Reaktion auf die jüngsten "Provokationen" Nordkoreas, wird die Quelle weiter zitiert. Als Demonstration der Stärke gegenüber Nordkorea entsandte die US-Armee eine Flugzeugträgergruppe in Richtung der Koreanischen Halbinsel. Ursprünglich sollten der Flugzeugträger und seine Begleitschiffe in Australien Halt machen. Stattdessen legte sie in Singapur ab und nahm Kurs auf den westlichen Pazifischen Ozean. Die Maßnahme dürfte die Spannungen in der Region weiter verschärfen; Washington hatte zuletzt mit einem Alleingang gegen Nordkorea gedroht. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Aktion. "Aber mit Donald Trump als US-Präsident und mit den 59 Raketen auf Syrien stellt sich die Sache doch ein bisschen anders dar". Es gebe aber kein Maßnahmenpaket. Bei einem Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping vorige Woche in den USA konnten sich die beiden Präsidenten aber nicht auf eine gemeinsame Linie einigen. Trump hatte dazu ebenfalls mit dem vorläufig im Amt stehenden südkoreanischen Präsidenten Hwang Kyo-ahn telefoniert.

Südkorea geht nicht davon aus, dass die USA ohne "enge Zusammenarbeit" mit Seoul zu einem größeren Militärschlag gegen Nordkorea ausholen würden. Fünf Tests wurden bislang durchgeführt, zwei davon im letzten Jahr. Nach Einschätzung von US-Experten trifft das Land derzeit Vorbereitungen für einen weiteren Atomtest. Weitere Links zum Thema Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.

Nach der Verlegung einer US-Flugzeugträgertruppe in den Westpazifik hat Nordkorea mit einem harten Gegenschlag gedroht.

Zwei Tage nach dem Luftangriff auf eine syrische Militärbasis erhöht das Weiße Haus auch auf Nordkorea den Druck.

Nordkorea hatte zuletzt am vergangenen Mittwoch einen Raketentest unternommen, der allerdings US-Angaben zufolge fehlschlug. Die "Wirklichkeit" zeige, "dass wir Stärke mit Stärke gegenübertreten müssen", hieß es von Außenministerium in der nordkoreanischen Hauptstadt.

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