US-Präsident Trump und Xi setzen Beratungen fort

US-Präsident Donald Trump

Der chinesische Staatschef Xi Jinping ist zu seiner ersten Begegnung mit US-Präsident Donald Trump in den USA eingetroffen. "Der Präsident nannte Xi die Anzahl der abgeschossenen Raketen".

Bei der gegenwärtigen internationalen Lage sei das Treffen von großer Bedeutung, um die Beziehungen zwischen China und den USA in eine neue Ära zu führen und Frieden, Stabilität und Wohlstand in der Region Asien-Pazifik und der ganzen Welt zu fördern, hatte der Vize-Außenminister Zheng Zeguang vergangene Woche bei einer Pressekonferenz gesagt.

Xi hätte sich bedankt, vorab informiert zu werden und vor allem auch die Gründe erklärt zu bekommen.

Raketenabwehr: Die USA haben mit der Stationierung eines Raketenabwehrsystems (THAAD) in Südkorea begonnen. Der Angriff wurde als Vergeltung für den Einsatz von Chemiewaffen geflogen. Xi sagte laut Xinhua, China und die USA sollte heikle Themen angemessen angehen und Streitfragen konstruktiv lösen. Die USA vermieden so, Peking zu brüskieren. Dass die US am Freitag die Luftwaffenbasis der syrischen Armee bombardiert hat, dürfte Peking jedoch kalt erwischt haben. Es stimmt zwar, dass China trotz aller Liberalisierung den Kurs des chinesischen Yuan weiter lenkt.

Angesichts des erneuten nordkoreanischen Raketentests hat der amerikanische Präsident Donald Trump den Verbündeten Japan und Südkorea Unterstützung zugesagt. Das Außenministerium unterließ es, den Militärschlag gegen Syrien zu kritisieren. Die "Global Times" kommentierte am Samstag euphorisch von "beispielhaften Großmachtbeziehungen". Tenor: größere Reichweite, kleinere und präzisere Nuklearsprengköpfe. Auch sie zitierte Xi: "Für uns gibt es nur eine Wahl - gemeinsame gute Partner zu werden". Die USA haben ein riesiges Defizit vor allem im Handel mit China. Ohne jeden Erfolg. Der junge Staatschef Kim Jong Un hat mehr Raketen testen lassen, als sein Vater und sein Großvater zusammengezählt. "China wird sich dazu entschließen, uns bei Nordkorea zu helfen oder nicht", erklärte der US-Präsident der Financial Times in einem Interview vom Sonntag. Wirklich nervös macht die Regierung in Peking aber seine Unberechenbarkeit. Als Ergebnis könnten Flüchtlinge nach China strömen. China übertrumpft die USA auch als grössten Automarkt und ist Abnehmer Nummer eins für Erdöl und Smartphones. 26 Senatoren forderten am Dienstag (Ortszeit) in einem Schreiben an Trump dazu auf, China unter Druck zu setzen. Hauptthema ist plötzlich ein drohender Krieg mit Nordkorea.

Das war das erste Mal seit Aufnahme diplomatischer Beziehungen vor mehr als 40 Jahren, dass ein US-Würdenträger mit der sogenannten Ein-China-Politik brach und Taiwan als eine unabhängige Insel betrachtet - ein Tabu aus Pekinger Sicht. China hatte zuletzt bereits Erklärungen des Uno-Sicherheitsrates gegen Nordkorea mitgetragen und sämtliche Kohle-Importe aus dem Land bis Jahresende gestoppt. Seine Drohung, in Nordkorea notfalls auch im Alleingang vorzugehen, wiederholte er nun im Beisein Xis.

Pjöngjang denkt nicht daran mitzuspielen. Dabei erweisen sich Trumps bisherigen Schritte in der Außenpolitik als positiv für China.

Im Washingtoner Cato-Institut hat man beobachtet, dass die direkten Kommunikationsdrähte zwischen Peking und Pjöngjang erkaltet sind. Man hat in Verhandlungen schlechte Erfahrungen mit Nordkorea gemacht.

Und auch beim Nordkorea-Konflikt gibt er der chinesischen Führung die Schuld.

Bezüglich Nordkorea bekräftigte Trump in einem Telefonat mit Japans Ministerpräsidenten Abe, dass "alle Optionen auf dem Tisch liegen", wie Abes Büro in Tokio berichtete.

Denn während die USA zum Beispiel im Irak einmarschierte, habe sich China darauf konzentriert, die eigene Wirtschaft und die Handelsbeziehungen zu stärken. Beide Seiten sollten Gespräche über bilaterale Investitionsabkommen vorantreiben.

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