Facebook-Mörder erschießt sich nach Verfolgung

Ein Mann soll das Video eines selbst verübten Mords live auf Facebook veröffentlicht haben

Washington - Das Video eines selbst verübten Mordes soll ein Mann im US-Bundesstaat Ohio auf Facebook veröffentlicht haben. Auf der Flucht vor der Polizei hat sich der Verdächtige am Dienstag erschossen. Nach Darstellung der Polizei gab es aber keine Erkenntnisse, dass er sich tatsächlich dort aufhielt.

Der mutmassliche Facebook-Mörder von Cleveland im US-Staat Ohio ist tot. Sie habe am Sonntag mit ihm gesprochen.

Verschiedene Medien gaben den Inhalt des Videos so wieder: Demnach fuhr Stephens rechts an den Straßenrand und forderte den Rentner auf, den Namen Joy Lane auszusprechen. "Joy Lane?", fragte dieser daraufhin. "Ja, sie ist der Grund für das, was Dir jetzt zustößt", habe der mutmaßliche Täter geantwortet.

Stephens hatte sein Opfer, den ebenfalls afro-amerikanischen Robert Godwin, zufällig ausgewählt; vorher hatte der Täter seiner Mutter gesagt, er werde aus Wut über seine Freundin einen Menschen erschießen.

Die Frau, die der Verdächtige in dem Mordvideo erwähnte, bestätigte in einer Nachricht an den Fernsehsender CBS, dass sie mehrere Jahre mit dem Mann zusammen gewesen sei. Es tue ihr leid, was passiert sei, schrieb sie in einer Kurzmitteilung an den Sender. "Er war ein wirklich netter Kerl, freundlich und herzlich zu mir und meinen Kindern".

Das Soziale Netzwerk geriet wegen des Videos, das erst nach zwei Stunden entfernt und zuvor millionenfach gesehen wurde, in die Kritik.

Unternehmensgründer Zuckerberg sagte am Dienstag zur Eröffnung der jährlichen Entwicklerkonferenz von Facebook im kalifornischen Silicon Valley: "Wir werden weiter alles tun, was für können, damit solche Tragödien nicht geschehen". Die Familie des Opfers steht unter Schock. Doch damit nicht genug: Via Facebook Live diskutierte der Verdächtige im Anschluss seine Tat ganz offen mit seinen Zuschauern.

Facebook kündigte nach dem Mordvideo an, seinen Umgang mit Gewaltbeiträgen überprüfen.

Der Konzern und die Polizei veröffentlichten eine genaue Chronologie der Ereignisse.

Freunde des mutmaßlichen Täters sagten, dieser sei freundlich gewesen und habe an Spielsucht gelitten. Dies aber wurde laut Facebook von niemandem gemeldet. Der Verdächtige hatte am Sonntag in einem Facebook-Video einen Mord angekündigt, zwei Minuten später lud er das Video hoch. Der erste Clip war zu dem Zeitpunkt aber bereits zwei Stunden alt, weshalb Osofsky meint, dass "wir noch besser werden müssen". Ein drittes mit dem Bekenntnis zum Mord wurde elf Minuten nach dem Mordvideo live übertragen. Dies war dem Sozialnetzwerk zufolge kurz darauf gemeldet worden. Facebook-User meldeten das erst knapp zwei Stunden später, hieß es. Am Montag hatte Facebook eingeräumt, der Kampf gegen die Verbreitung von Gewaltvideos müsse effizienter werden.

Das Netzwerk hat 1,9 Milliarden Nutzer.

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