Formel 1: Vergebliche Funksprüche im Gigantenduell

Formel 1- Grand Prix von Bahrain

Bislang blieben Vettel und Hamilton während der drei Rennen von Defekten verschont. Sebastian Vettel und sein "Gina" getaufter Dienstwagen machen aus scheinbar schon an die Tempo-Übermacht von Mercedes verlorenen Rennen überzeugende Siege, denn der siegentwöhnte italienische Rennstall zelebriert beim Großen Preis von Bahrain den zweiten Erfolg über Lewis Hamilton im dritten Formel-1-Rennen der Saison.

Ähnlich eifrig Runden drehte Sauber-Pilot Pascal Wehrlein.

Mit dem Sieg von Sebastian Vettel hat Ferrari seinen besten Saisonstart seit neun Jahren hingelegt.

Mercedes und Ferrari setzen jetzt schon alles auf die Karten Vettel und Hamilton.

Vettel, der in der WM-Wertung nun mit 68:61 Punkten gegen Hamilton führt, rieb sich noch vor der Podiumszeremonie die Hände; die Turbolader-Probleme vom Samstag waren vergessen: "Es hat einfach, Klick' gemacht".

Hamilton nahm die Sanktion auf seine Kappe. "Super Job von Sebastian", lobte der Brite. So begeistert ist er von seiner neuen Roten Göttin "Gina". Denn auch der 32-Jährige weiß genau, was die "Gulf Daily News" gestern titelte: "Vettel hat die Sieger-Formel gefunden".

Aber nicht nur das Team, sondern auch die Fahrer leisten sich mehr Fehler als gewöhnlich. "Das Auto hat noch brutalen Rückstand, vor allem bei der Aerodynamik". Deswegen war der Perfektionist Vettel nach seinem Triumph mit dem Kopf bereits bei den Testfahrten, die am Dienstag und Mittwoch in Bahrain auf dem Programm stehen. "Über eine Grand-Prix-Distanz stand Vettel das bessere, schnellere und reifenschonendere Auto als der Mercedes zur Verfügung". "Ich schaue noch nicht auf die WM, es ist noch eine lange Saison", sagte er zwar.

Vettel nutzte die knapp 502 Meter bis zur ersten Kurve exzellent. Da klatschte sein Teamchef Maurizio Arrivabene zufrieden. Nur hinter dem Deutschen zu landen wie in Australien und nun auch in Bahrain tut ihm weh.

Auch bei Red Bull startete Helmut Marko nur mal einen kurzen Versuchsballon mit Kritik in einem TV-Interview, betonte aber: "Die FIA ist die Polizei". Nach einem Bremsversagen war für den Niederländer aber schon in Runde zwölf Schluss. Rang in der Qualifikation und dem 11. Platz im Rennen ein ordentlicher Einstand.

"Kurier": "Vettel triumphiert in der Wüste". Zudem trifft man am Kommandostand mehr als früher wieder die richtigen Entscheidungen. "Anfangs war ich ein wenig beunruhigt über seine Rundenzeiten". Eine Runde danach bekamen die Silberpfeile von Bottas und Hamilton frische Pneus.

Mit dem Rosenwasser auf dem Podium wollte sich der überglückliche Sebastian Vettel nicht zufrieden geben.

Stattdessen wurde die Rennneutralisierung zum Verhängnis für Hamilton, der bei der Boxeneinfahrt Red-Bull-Mann Daniel Ricciardo blockierte und dafür eine Fünf-Sekunden-Strafe erhielt. Zur Halbzeit passierte der Brite dann seinen Teamkollegen mühelos, der mit seiner Strategie kaum noch Siegaussichten hatte.

"Tages Anzeiger": "Vettel und Ferrari im Rennen unantastbar". Runde beorderten, konnte der Deutsche dank des früheren Stopps die Führung übernehmen. Zuvor Michael Schumacher (2004), in der vergangenen Saison Nico Rosberg. Hinter Spitzenmann Vettel und Bottas reihte sich der dreimalige WM-Champion ein. Hamilton hatte brav beim Herunterbremsen abgezählt, um nicht auf Bottas aufzulaufen. "Ich glaube, ich bin in meinem Leben nicht mit weniger Power gefahren", hatte er auch bekundet.

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