Frankreich: Polizei nimmt zwei Terrorverdächtige fest - Anschlag auf Präsidentenwahl geplant

Die Elitetruppe RAID bei einer Übung

Bei Wohnungsdurchsuchungen wurden nach Angaben aus Ermittlerkreisen Schusswaffen und Material zur Herstellung von Sprengstoff gefunden.

Die Verdächtigen haben beide die französische Staatsbürgerschaft und waren am Dienstag in Marseille gefasst worden.

Bei den zwei Verdächtigen, die wegen der Planung eines Anschlags im südfranzösischen Marseille festgenommen wurden, sind nach Angaben der Ermittler auch mehrere Kilogramm Sprengstoff sowie eine Flagge der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (ISIS) gefunden worden. Ziel des geplanten Anschlags war nach seinen Worten womöglich ein Präsidentschaftskandidat oder eine Wahlkampfveranstaltung. Molins charakterisierte die beiden Verdächtigen als "ebenso misstrauisch wie entschlossen". Staatspräsident François Hollande lobte die Arbeit der Ermittler: "Das ist ein bemerkenswerter Fang". Zumindest einige der französischen Präsidentschaftskandidaten waren vergangene Woche vor den 23 und 29 Jahre alten Männern gewarnt worden. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Umfeld des Sozialliberalen Emmanuel Macron und auf die Rechtspopulistin Marine Le Pen. Die Ziele der festgenommen Terrorverdächtigen von Marseille seien noch nicht klar. Eingesetzt wurden unter anderem Scharfschützen. Es ist aber noch unklar, ob der konservative Kandidat wirklich ein Anschlagsziel war.

Die Festnahmen fünf Tage vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahl am kommenden Sonntag schürten neue Sorgen vor Anschlägen. Sie findet wegen der Anschlagsgefahr unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. Gleiches gilt für die Wahlkampfveranstaltungen. Das "Terrorrisiko bleibt höher als je zuvor", warnte Innenminister Fekl. Bei den beiden Wahlrunden am 23. April und 7. Mai werden landesweit mehr als 50 000 Polizisten und Soldaten im Einsatz sein.

Frankreich wurde seit Anfang 2015 von einer Reihe islamistischer Anschläge mit insgesamt 238 Toten getroffen. Seit den Pariser Attacken vom 13. November 2015 gilt in dem Land der Ausnahmezustand. Zuletzt wurde er bis Mitte Juli verlängert, um die Präsidentschaftswahl und die Parlamentswahl im Juni abzudecken.

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