Ägypten: Selbstmordattentäter töten in und an Kirchen viele Menschen

Die mutmaßlichen Urheber melden sich mit neuen Drohungen.

Wie das ägyptische Gesundheitsministerium mitteilte, starben bei der Bombenexplosion in Tanta mindestens 27 Menschen, wenige Stunden später wurden in der St. Markus-Kathedrale in Alexandria mindestens 17 weitere getötet.

Nach den beiden Anschlägen auf koptische Christen hat die Europäische Union Ägypten Solidarität im Kampf gegen den Terror zugesichert. Die "Kreuzzügler" und "Ungläubigen" würden mit dem Blut ihrer Söhne bezahlen, hiess es in einer Mitteilung im Namen des "Islamischen Staates", die am Sonntag über "IS"-nahe Kanäle veröffentlicht wurde". Die Echtheit konnte zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Es handelt sich damit um die schwersten Anschläge auf die christliche Minderheit in Ägypten seit Jahren. Der Präsident verhängt nach den Explosionen in koptischen Kirchen in Tanta und Alexandria mit Dutzenden Toten den Ausnahmezustand.

Zu den Attentaten, die sich gegen die Minderheit der christlichen Kopten richteten, bekannte sich die islamistische Terrormiliz IS. Anschläge wie in Ägypten seien eine der ernsthaftesten Bedrohungen des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche will am 28. und 29. April nach Kairo reisen und dort unter anderem Papst Tawadros II. treffen.

Die erste Detonation erschütterte eine zum Gottesdienst am Beginn der Karwoche dicht gefüllte Kirche in der Stadt Tanta in Nordägypten.

78 Menschen seien allein in Tanta verletzt worden, berichtete das ägyptische Staatsfernsehen am Palmsonntag. Nach der Explosion waren im Internet und im Fernsehen Videos zu sehen, die den blutverschmierten Boden des Gotteshauses zeigten.

Am Vormittag des Palmsonntags waren sowohl in der nordägyptischen Stadt Tanta als auch in der Hafenstadt Alexandria Bomben detoniert. Papst Tawadros II. hatte die Kirche zu dem Zeitpunkt schon verlassen, wie ein Kirchensprecher sagte. Er habe versucht, durch den Eingang zu stürmen, und sei von Polizisten gestoppt worden, erklärte das Ministerium. Die Terrormiliz "IS" hat die Taten für sich reklamiert. Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Etwa 30 Menschen wurden damals getötet. Diese machen in Ägypten zehn Prozent der etwa 94 Millionen Einwohner aus. Sie leben trotz vereinzelter Spannungen weitgehend friedlich mit der muslimischen Bevölkerungsmehrheit zusammen und können ihren Glauben frei ausüben. Es wurde eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach von einem feigen Mord. "Erneut sind damit christliche Gläubige Ziel einer Bluttat geworden", sagte Außenminister Sigmar Gabriel (SPD).

Al-Sisi berief nach den Anschlägen umgehend eine Sitzung der Verteidigungskommission ein. Die ägyptische Regierung spricht nach der Explosion von Terror. Franziskus wird in wenigen Wochen zu einem Besuch in Ägypten erwartet. Markus Kirche gehindert worden. Ein Ableger des Islamischen Staates treibt im Nordsinai in Ägypten sein Unwesen und kündigte in Propagandavideos Angriffe auf Christen an. Unter Mursis Nachfolger, dem autoritären Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi, beruhigte sich die Lage wieder etwas. "Die Verantwortlichen für die Angriffe müssen zur Rechenschaft gezogen werden", erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Sonntag in Brüssel.

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