IWF erhöht globale Wachstumsprognose - Protektionismus als Risiko

IWF-Chefin Christine Lagarde

Wie der IWF am Dienstag in Washington mitteilte, wurde die Prognose für das globale Wachstum in diesem Jahr leicht von 3,4 auf 3,5 Prozent erhöht. 2016 war die Weltwirtschaft um 3,1 Prozent gewachsen. Jedoch sieht der IWF auch Gefahren für die Weltwirtschaft. Er beobachtet insbesondere zunehmende protektionistische Tendenzen mit dem Risiko von Handelskriegen.

Für die Vereinigten Staaten sagt der IWF ein Wachstum von 2,3 Prozent im laufenden und 2,5 Prozent im kommenden Jahr voraus. 2018 liege die Wachstumsrate unverändert bei 2,5 Prozent.

Der Welthandel legt der Prognose zufolge im laufenden und im kommenden Jahr im Vergleich zu 2016 zwar zu, jedoch nicht so stark wie erhofft.

Für 2017 sagt der IWF einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,5 Prozent voraus.

Die Konjunkturbelebung stützt sich dem IWF zufolge auf die "dynamischen" Finanzmärkte und eine seit langem erwarteten zyklischen Erholung im verarbeitenden Gewerbe und Handel. Auch hätte wirtschaftliche Abschottung eine "selbst zugefügte Wunde" zum Ergebnis, schrieb der IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld - wohl nicht zuletzt mit Blick auf die protektionistischen Parolen des US-Präsidenten.

Darüber hinaus warnt der IWF grundsätzlich von jüngeren Tendenzen, die internationale Zusammenarbeit etwa im Freihandel oder in der Finanzregulierung einzuschränken.

Für Deutschland geht die Organisation von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 1,6 Prozent in diesem Jahr aus. Eine weitere rasche Erhöhung der Leitzinsen würden den Dollar weiter stärken und vor allem Länder und Unternehmen treffen, die in US-Dollar verschuldet sind.

Obstfeld warnte jedoch speziell vor der Lage in den USA, wo sich der unter Barack Obama begonnene Aufschwung zwar auch unter seinem Nachfolger Donald Trump fortsetzt, dessen protektionistische Ansätze aber weltweiten Schaden anrichten könnten. Denn dadurch könnten sich die Finanzierungsbedingungen andernorts verschlechtern und der Dollar-Kurs nach oben getrieben werden. Für 2018 rechnete das Wifo mit 1,8 Prozent und das IHS mit 1,5 Prozent BIP-Zuwachs. Für die Rohstoffpreise wird wegen höherer Ölpreise ein deutliches Anziehen im laufenden Jahr erwartet, jedoch keine so signifikante Steigerung mehr im Jahr 2018. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Prognose für das österreichische Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr 2017 gegenüber der Herbstschätzung angehoben: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde heuer voraussichtlich um 1,4 Prozent wachsen, geht aus dem aktuellen World Economic Outlook des IWF von Dienstag hervor. "Wenn die griechische Schuldenlast nicht nachhaltig im Sinne der IWF-Regeln und auf der Basis vernünftiger Parameter ist, dann werden wir uns an dem Programm nicht beteiligen", sagte Lagarde in einem Interview mit einer Gruppe führender europäischer Zeitungen.

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