Nach Champions-League-Ko gegen Real | Ancelotti sauer auf Schiri: "Serie von"

Die Spieler des FC Bayern wollen gegen Real Madrid die Hinspiel Pleite noch drehen

Der Countdown zum Startschuss für die erträumte ultimative Aufholjagd läuft beim FC Bayern.

Madrid. Verantwortliche und Spieler des FC Bayern München fühlen sich nach dem Champions-League-Aus gegen Real Madrid vom Schiedsrichter betrogen. "Der Schiedsrichter hat eine deutlich schlechtere Leistung gebracht als wir", war Trainer Carlo Ancelotti sauer, "ich weiß, das kann passieren, aber: Das war eine Serie von Fehlern, die auf diesem Niveau nicht passieren dürfen". "Wir müssen ein super Spiel spielen".

Bei Bayern waren die angeschlagenen Innenverteidiger Boateng und Hummels etwas überraschend aufgelaufen.

Real-Trainer Zinedine Zidane: "Wir haben gegen ein Topteam gespielt, wir hatten sehr viele Chancen und haben immer an uns geglaubt". 11 Millionen Euro gibt es für den unterlegenen Finalisten, 15,5 Millionen für den Champions-League-Sieger 2017.

Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: "Es war heute ein extrem emotionales Spektakel".

In der zweiten Hälfte kamen die Bayern besser in die Partie und gingen mit dem Strafstoßtreffer von Robert Lewandowski (53.) überraschend in Führung. Den Schlusspunkt in der regulären Zeit setzte allerdings Arturo Vidal, nachdem er in der 84. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste.

"Manuel Neuer hat sich schwer verletzt, er wird acht Wochen ausfallen", sagte Rummenigge. "Bei Lewandowski ist alles okay", sagte Ancelotti. Hummels (Sprunggelenksverletzung) und Boateng (Adduktorenverletzung) mühten sich um ihre rechtzeitige Rückkehr.

Lahm: "Die Mannschaft hat heute Mut bewiesen". "Ansonsten muss wer anderes in die Bresche springen". Dass der Portugiese zuvor im Abseits gestanden hatte, machte seinen 102. Europapokal-Treffer besonders schmerzhaft für die Bayern. Ich bin glücklich, dass ich Cristiano Ronaldo im Team habe. Philipp Lahm bleibt diplomatisch. Das Finale findet am 3. Juni in Cardiff statt. Das gelang auch, allerdings gerieten die Torannäherungen zunächst nur selten so aussichtsreich wie nach knapp zehn Minuten, als Franck Ribéry den Ball flach vors Tor spielte, Thiago Alcántara beim Abschluss aus kurzer Distanz aber den anfliegenden Marcelo traf. Toni Kroos, deutscher Weltmeister in Diensten der Königlichen, erklärte: "Es war ein tolles Spiel, auch wenn es unglücklich ist, wenn ein Spiel durch eine Fehlentscheidung entschieden wird". Allerdings sei sein Team "über beide Spiele gesehen absolut verdient weitergekommen".

SPANIEN-FLUCH: Seit dem Münchner Champions-League-Triumph 2013 war immer gegen Clubs aus Spanien Endstation. Das 1:1 gegen Atlético Madrid reichte nicht, da Atlético das Viertelfinal-Hinspiel mit 1:0 gewonnen hatte.

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