OECD präsentiert PISA-Ergebnisse zum Wohlbefinden von Schülern

Bildung-

Berlin "Für manche ist die Schule ein Ort der Qual", schreiben die PISA-Bildungsexperten in einem neuen Report. Diese seien aber stärker von Ausgrenzung und bösen Gerüchten betroffen. Der PISA-Experte Andreas Schleicher sieht angesichts zahlreicher Mobbing-Opfer dringenden Handlungsbedarf an deutschen Schulen. Es wird alle drei Jahre von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) organisiert - im Auftrag der Regierungen oder in Deutschland für die Kultusministerkonferenz (KMK) der 16 Länder. "Das ist kein Randphänomen".

In einer Sonderauswertung werden Daten zu Lernumfeld und Lernverhalten der 15-Jährigen veröffentlicht. Im Schnitt aller Teilnehmerländer ist sogar jeder fünfte Jugendliche mehrmals im Monat körperlicher oder seelischer Gewalt von Mitschülern ausgesetzt. Fast jeder zehnte Schüler in Deutschland beklagte demnach, regelmäßig Ziel von Spott und Lästereien zu sein. 2,3 Prozent der Befragten sprachen von körperlichen Misshandlungen in der Schule, sie würden herumgeschubst und geschlagen. OECD-Bildungsdirektor Schleicher sagte, Mobbing müsse in Deutschland viel stärker thematisiert werden. "Da hilft nur eine Null-Toleranz-Praxis, um deutlich zu machen, dass so etwas nicht akzeptiert wird". Man dürfe das Thema nicht allein Schulpsychologen und Sozialarbeitern überlassen. Er selbst habe vorher "nicht erwartet, dass die häuslichen und schulischen Einflussfaktoren so stark mit dem Wohlbefinden der Schüler zusammenhängen".

Sehr wichtig sei der Studie zufolge, "dass sich Eltern für die Schulerfahrungen ihrer Kinder interessieren", betonte Schleicher.

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