Regierung: Abstimmung über Neuwahl in London

May im Parlament

Völlig überraschend informierte May die Nation darüber, dass sie vorgezogene Neuwahlen anstrebe.

May habe den Schritt mit dem geplanten EU-Austritt des Landes begründet. Die Parlamentswahl solle bereits am 8. Juni stattfinden, kündigte May überraschend an.

May beschuldigte ihre Gegner, ein "politisches Spiel" zu treiben.

Nach dem Zeitplan muss London die Austrittsverhandlungen mit der EU bis März 2019 abschließen. "Wir brauchen eine Wahl und wir brauchen sie jetzt", sagte sie. Ganz anders als ihr Vorgänger David Cameron: Der sah sich als natürlicher Gewinner, versprach deshalb - siegesgewiss - den EU-Volksentscheid. Zudem sind die meisten Abgeordneten gegen den Brexit. Nur Minuten, nachdem May ihre Ansprache beendet hatte, ließ der Liberalen-Chef Tim Farron die Briten wissen: "Diese Wahl ist eure Chance, die Richtung des Landes zu ändern". Zahlreiche Fragen sind umstritten, vor allem das künftige Verhältnis Großbritanniens zur EU.

May hatte sich in der Vergangenheit wiederholt und energisch gegen vorgezogene Neuwahlen ausgesprochen. "Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Verhandlungen ungestört fortgesetzt werden können", sagte sie. Dazu sei sie jedoch nicht bereit.

Die Premierministerin forderte die Opposition auf, ihren Neuwahlaufruf mitzutragen. Mit den Stimmen von Labour wäre May die nötige Mehrheit sicher. May ist beliebt, Labourchef Jeremy Corbyn das Gegenteil. "Wir machen diese Wahl, um sicherzustellen, dass wir unsere Position für die Verhandlungen mit der Europäischen Union stärken". Labour von Corbyn kam auf 23 Prozent. Um das Vorhaben durchzusetzen, bedürfees einer Zweidrittel-Mehrheit. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon kündigte im Streit über den Brexit bereits ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum an. Davor müsse Schottland geschützt werden. Ein Mandat, das sie sicherlich nicht im Jahr 2020 erhalten würde, wenn die Briten bereits negative Auswirkungen des EU-Ausstiegs zu spüren bekommen.

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