ROUNDUP: US-Luftschlag gegen Syrien - Reaktion auf mutmaßlichen Giftgasangriff

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"Selbst wunderschöne Babys wurden bei dieser barbarischen Attacke grausam ermordet".

Von dem nun ins Visier genommenen Flugplatz sei vor wenigen Tagen ein Angriff mit Giftgas auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Chan Scheichun ausgegangen, sagte Trump am Rande eines Treffens mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Florida. Bei den Toten handele es sich um drei Armeeangehörige und zwei Zivilisten, sagte der Gouverneur der Provinz Homs, Talal Barasi, der Deutschen Presse-Agentur. Zudem sprach er sich wie auch Merkel für eine Absetzung Assads. Das US-Militär griff in der Nacht militärische Ziele der syrischen Armee an.

Auch der britische Botschafter bei den Vereinten Nationen nannte Syriens Präsidenten Bashar al-Assad einen Kriegsverbrecher. Daesh ist die arabische Abkürzung für den IS. Der regierungsnahe TV-Kanal Al-Mayadeen berichtete, Syriens Luftwaffe habe auch die meisten Jets auf dem Flugplatz vor dem Angriff in Sicherheit gebracht. Bei dem mutmaßlichen Giftgasangriff waren Aktivisten zufolge mehr als 80 Menschen ums Leben gekommen.

Nur wenige Stunden nach dem US-Angriff auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt Al-Schairat bei Homs flogen am Freitag bereits wieder syrische Kampfjets von dort zu Einsätzen. Und es ist der deutlichste militärische Schritt des US-Präsidenten Donald Trump seit seiner Amtsübernahme.

Die USS Porter kreuzt aktuell durchs Mittelmmeer. Die Raketen wurden von Kriegsschiffen im Mittelmeer abgefeuert.

Am Morgen folgten dann erste Statements zum Angriff: Der russische Präsident Wladimir Putin hat das US-Bombardement gegen syrische Regierungstruppen als Angriff auf die Souveränität Syriens verurteilt.

Moskaus Reaktion: Präsident Wladimir Putin "hält die amerikanischen Angriffe für eine Aggression gegen einen souveränen Staat, gegen das Völkerrecht, dazu noch mit einem erdachten Vorwand", sagte ein Kreml-Sprecher. Barack Obama hatte der syrischen Regierung klare Grenzen gesetzt: Damaskus darf keine Chemiewaffen einsetzen. In der kommenden Woche wird US-Außenminister Tillerson zu einem seit längerem geplanten Besuch in Moskau erwartet. Alle bisherigen Maßnahmen hätten Assad aber nicht zum Umdenken veranlasst. Trump stimmt ein und orakelt: "Ich denke, er ist der, der die Dinge verantwortet, und ich denke, es sollte etwas passieren".

In einem heute ausgestrahlten Interview mit dem US-Fernsehsender CNN sagte Haley, angesichts von Assads Handlungen sei eine "stabile und friedliche Regierung" mit ihm kaum vorstellbar. Vor einigen Tagen hatte es noch aus Washington geheißen, eine Entmachtung Assads habe nicht mehr oberste Priorität. OPPOSITIONELLE: LUFTWAFFENSTÜTZPUNKT FAST KOMPLETT ZERSTÖRT Bei dem schwersten US-Angriff in dem vor sechs Jahren ausgebrochenen Bürgerkrieg wurde der Luftwaffenstützpunkt Schairat nach Angaben der syrischen Beobachtungsgruppe für Menschenrechte fast komplett zerstört. Auf Verlangen Moskaus trat noch am Freitag der UN-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.

Die US-Luftangriffe hätten "um ein Haar" zu einem militärischen Zusammenstoß zwischen den USA und Russland geführt, erklärt der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew.

"Wir sind darauf vorbereitet, noch mehr zu tun, hoffen aber, dass es nicht notwendig sein wird", sagte die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, am Freitag in New York.

Die türkische Regierung begrüßte den US-Angriff in Syrien.

Der Westen begrüsste den US-Luftangriff einhellig - von Grossbritannien über Deutschland, Frankreich, Kanada und Israel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilte in einer gemeinsamen Erklärung mit dem französischen Präsidenten François Hollande mit, Syriens Präsident Baschar al-Assad trage "die alleinige Verantwortung für diese Entwicklung". Er drohte den Vereinigten Staaten mit dem Ende der Zusammenarbeit in Syrien.

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