Wirtschaft: Annäherung zwischen Xi und Trump nach Treffen in Florida

Offiziere der nordkoreanischen Armee

Der Konflikt um den gemeinsamen Handel und die Spannungen mit Nordkorea dominieren die Gespräche beim ersten Aufeinandertreffen von US-Präsident Donald Trump und dessen chinesischen Kollegen Xi Jinping.

Xi und seine Frau Peng Liyuan trafen sich mit Trump und dessen Frau Melania zu einem Bankett in der Residenz Mar-a-Lago in Florida.

Chinas Staatschef Xi Jinping sagte, er glaube, dass es im Laufe der Zeit gelingen könne, die Beziehungen zwischen China und den USA auszubauen - um für beide Länder und ihre jeweilige Bevölkerung Wohlstand zu schaffen und globalen Frieden und Stabilität zu wahren. Gerade mal eine Stunde lang hatte er mit seinem chinesischen Gast gesprochen, da war er sich schon sicher, dass sich zwischen den beiden Männern eine Freundschaft entwickelt habe.

FoxNews gibt angeblich einen hohen Mitarbeiter des Weißen Hauses wieder, der gesagt haben soll, dass die Zeit für Pjöngjang abgelaufen sei. Allein Nordkoreas konventionelles Arsenal, das auf die Hauptstadt Südkoreas, Seoul, gerichtet ist, macht die militärischen Drohungen zu einem Spiel mit dem Feuer.

Nordkorea habe am Mittwochmorgen um 6.42 Uhr (Dienstag 23.42 Uhr MESZ) "eine ballistische Rakete aus der Gegend von Sinpo", einer Hafenstadt im Osten Nordkoreas, abgefeuert, erklärte das südkoreanische Verteidigungsministerium. Finanziell sind beide Staaten engstens miteinander verbunden: Der Wert der US-Staatsanleihen, die sich in Händen chinesischer Investoren befinden, wird auf etwa eine Billion Euro geschätzt. Während des Dinners hagelten in Syrien US-Bomben auf eine Militärbasis.

Der US-Präsident Trump nämlich hat unter dem Slogan "America first" zum Beispiel versprochen, wieder mehr Industriejobs zu schaffen - gerade im "Rust Belt" (Rostgürtel), jenem ehemals blühenden Industriegürtel mit Städten wie Detroit, der heute in großen Teilen brachliegt. Das wurde vom UNO-Sicherheitsrat scharf verurteilt.

Neue Wege in der Nordkorea-Krise, sagt der China-Experte Bill Bishop dem "Axios"-Newsletter in Washington, seien in einer so verfahrenen Situation grundsätzlich gut". Der US-Präsident sicherte Japan und Südkorea seine Unterstützung zu.

Nach seiner Amtsübernahme im Januar hatte Trump noch den Eindruck erweckt, dass ein Treffen mit Chinas Staatspräsidenten für ihn keine Priorität habe, angesichts eines drohenden Krieges mit Nordkorea schwenkt er nun aber um.

Der Luftangriff machte den China-Gipfel zur Nebensache, raubte ihm alle Schlagzeilen und brachte Peking in eine unangenehme Lage.

Trump nahm die Einladung mit Freude an und sagte, er wolle die Reise bald unternehmen.

Der US-Präsident hatte im Vorfeld die chinesische Führung aufgefordert, ihre Sanktionen gegen Pjöngjang zu verschärfen. Und könnte die akut wachsende Kriegsgefahr, die sich aus Nordkoreas Fortschritten bei Raketen- und Atomtechnik ergibt, das strategische Kalkül verändern.

US-Außenminister Rex Tillerson sagte vor Journalisten, die USA und China wollten im Nordkorea-Konflikt künftig stärker kooperieren. Die USA vermieden so, Peking zu brüskieren. Zuletzt hatte Trump die Chinesen brüskiert, indem er am Freitag via Twitter betonte, dass die Gespräche "besonders schwierig" werden würden.

US-Präsident Trump bekräftigte in einem Telefongespräch mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, dass "alle Optionen auf dem Tisch liegen", wie Abes Büro am Donnerstag in Tokio berichtete. Er wirft China, aber auch Deutschland und anderen Ländern bereits seit längerem unfaire Handelspraktiken zulasten der USA vor. Peking argumentiert, das Handelsdefizit der USA von 347 Milliarden US-Dollar (2016) sei Ergebnis der weltweiten industriellen Arbeitsteilung. Die USA haben ein riesiges Defizit vor allem im Handel mit China. Das Verhältnis zwischen den USA und China ist derzeit vor allem durch Trumps Kritik an Pekings Aussenhandelspolitik belastet.

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