Fox News feuert Star-Moderator Bill O´Reilly [1:19]

Bill O'Reilly wird nicht mehr für Fox News arbeiten

Im Juli war bereits Fox-News-Chef Roger Ailes zurückgetreten, dem ebenfalls sexuelle Belästigung vorgeworfen wurde. Und was sagt Trump dazu?

Denn Bill O'Reilly ist nicht irgendwer - er war bis zu seinem Sturz der Quotenkönig von Fox News, des äußerst erfolgreichen konservativen Kabelsenders. "Nach einer gründlichen Überprüfung der Vorwürfe gegen ihn sind das Unternehmen und Bill O'Reilly zum Schluss gekommen, dass Bill O'Reilly nicht zu Fox News zurückkehrt", teilten Murdoch und seine Söhne am Abend in einem Memo an die Belegschaft mit.

"Ich glaube nicht, dass Bill irgendetwas falsch gemacht hat" Trump verteidigt seinen Freund O'Reilly.

Nach Recherchen der Zeitung "New York Times" hatte sich der 67-Jährige gemeinsam mit 21st Century Fox in mehreren Fällen außergerichtlich mit Frauen geeinigt, die ihn der sexuellen Nötigung bezichtigten.

Die Frauen mussten sich demnach verpflichten, die Vorwürfe nicht öffentlich zu machen und keine Klagen einzureichen. Den Angaben zufolge geht es um fünf Frauen, die entweder für O'Reilly gearbeitet haben oder in seiner Show zu Gast waren. Bill O'Reilly gab zu, dass es die Zahlungen gab, aber nicht, dass er sich etwas hat zuschulden kommen lassen - auch jetzt, nach seiner Entlassung, beharrt er darauf, die Vorwürfe seien unbegründet.

Zwischen Januar 2015 und September 2016 spielte "The O'Reilly Factor" fast 300 Millionen Dollar an Werbeeinnahmen ein, wie die Recherchefirma Kantar Media errechnete.

Der 67-Jährige war nach Bekanntwerden der Belästigungsvorwürfe zu einem längeren Urlaub aufgebrochen, den er allerdings schon vorher geplant haben will.

Vor seinem Abschied in die Ferien hatte er ein knappes schriftliches Statement veröffentlicht, in dem er die Anschuldigungen nicht ausdrücklich zurückwies. Er vermutet eine Verschwörung gegen sich, als Prominenter ziehe er Klagen von Personen an, die Geld von ihm wollten, um negative Berichterstattung zu vermeiden. Fox war in der Vergangenheit mehrfach wegen sexueller Übergriffe hochrangiger Mitarbeiter in die Schlagzeilen geraten. O'Reilly sei "ein feiner Kerl", so der amtierende US-Präsident.

Noch vor einigen Tagen stellte sich Trump hinter O'Reilly.

Das Schweigegeld ist dabei offenbar vom Sender gezahlt worden, wie die "New York Times" aufdeckte.

Selbst die Rückendeckung des US-Präsidenten hat nicht mehr geholfen. Er schien unangreifbar, völlig gefestigt in seiner Position, sogar Präsident Trump sprach ihm seine Unterstützung aus - doch der Druck auf O'Reilly wurde am Ende einfach zu groß.

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