Kampf gegen schwere Tropenkrankheiten: WHO meldet beachtliche Erfolge

Bei der WHO in GenfMehr

Bei allen Erfolgen warnte die WHO jedoch, dass weitere Fortschritte ohne die Lösung umfassenderer Probleme der Armut kaum noch möglich seien. WHO-Direktorin Margaret Chan sagt, dass das auf die bessere Zusammenarbeit mit Pharmakonzernen zurückzuführen sei. Diese koordinierten Anstrengungen tragen inzwischen Früchte, berichtete die WHO am Mittwoch in Genf. Er ist Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts in Basel.

Das Deutsche Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs) appellierte unterdessen an die Bundesregierung, bereits existierende Programme zur Bekämpfung von vernachlässigten Tropenkrankheiten zu unterstützen. Doch nun seien große Erfolge verzeichnet worden. Es habe "beispiellose Fortschritte" gegeben. Während im Jahr 2010 noch zwei Milliarden Menschen von Tropenkrankheiten bedroht gewesen waren, sind es nun noch 1,6 Milliarden. Pro Jahr sterben an ihnen noch etwa 170.000 Menschen.

Im Gegensatz zu Malaria oder Ebola gibt es für viele andere Tropenkrankheiten gute Therapien. Zur ihrer Behandlung stehen eigentlich effektive Therapien zur Verfügung, die den zumeist armen Patienten in Entwicklungsländern aber oft nicht zugänglich sind.

Im Jahr 2012 vereinbarten die WHO, Regierungen und Pharmafirmen in der sogenannten Londoner Erklärung einen gemeinsamen Kampf gegen diese Krankheiten.

Laut AFP konnte so im Jahr 2015 eine Milliarde Menschen wegen mindestens einer dieser Krankheiten behandelt werden. Auf zivilgesellschaftlicher Seite war die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates führend an der Kooperation beteiligt.

Beispiele für große Erfolge im Kampf gegen Tropenkrankheiten sind der Guinea-Wurm und die Schlafkrankheit.

Bei einigen der schlimmsten Krankheiten vermeldete die WHO nun besonders grosse Erfolge in der Eindämmung: Im vergangenen Jahr seien nur noch 25 Fälle von Infektionen mit dem Guinea-Wurm registriert worden, der sich durch den Körper der Infizierten frisst. Im Jahr 1989 hatte es noch 900.000 Infizierte gegeben.

Auch bei der afrikanischen Schlafkrankheit vermeldete die WHO Erfolge: Im Jahr 2015 seien weniger als 3000 Fälle der parasitären Krankheit gemeldet worden, im Jahr 1999 waren es noch 37.000 Fälle. Auch hier sei eine Ausmerzung der Krankheit in Reichweite.

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