Medienbericht Plant Google einen eigenen Adblocker?

Google Chrome Winfuture Google Chrome

Das Journal berichtet, dass die mit dem Plan von Google vertrauten Quellen sagen, dass sowohl die mobile als auch die Desktop Versionen bald ein Ad-Blocking-System erhalten könnten, das standardmäßig aktiviert wird. "Wir arbeiten eng mit der Coalition for Better Ads und der Werbeindustrie zusammen, um eine Vielzahl an Möglichkeiten zu testen, wie Google und andere Mitglieder der Koalition die Better Ads Standards unterstützen können". Zu den blockierten Werbeformaten gehören gemäß der Coalition unter anderem Pop-ups, automatisch startende Videos mit Ton und "Prestitial" Ads mit Countdown-Timer, die angezeigt werden, bevor überhaupt der Zielartikel vom Leser erreicht wurde.

Würde Chrome tatsächlich mit einem vorinstallierten Werbeblocker ausgeliefert, würde sich bei einem Browser-Marktanteil in Deutschland von etwa 33 Prozent die Adblocker-Quote hierzulande deutlich erhöhen. Angesichts der fragmentierten Branche sind Standards nämlich kaum durchsetzbar: So wirbt das Interactive Advertising Bureau (IAB) schon länger für zurückhaltendere Werbung - allerdings ohne spürbaren Erfolg: Immer mehr Anbieter setzen angesichts sinkender Banner-Erträge auf Autoplay-Videos, Popups und Vorschaltseiten - auch, um die Verluste durch Adblocker wettzumachen. Zum Verbund gehören Vermarkter wie Google und Facebook, Adtech-Dienstleister wie Appnexus, Branchenverbände wie der BVDW und die World Federation of Advertisers, Werbungtreibende wie Procter & Gamble und Unilever sowie Mediaagenturen wie GroupM oder die Omnicom Media Group.

Am 19. April veröffentlichte das "Wall Street Journal" einen Artikel über die Causa Adblocker in Chrome. Vornehmlich soll Google dabei aber nur um eine bestimmte Werbeform im Visier haben.

Mit dem Google-Programm würden dann die schlimmsten Anzeigen entfernt, aber eben nicht alle Werbebanner - und mit Sicherheit auch keine Google-Ads.

Allerdings muss Google angesichts seiner Marktmacht sehr gut begründen, warum der eigene Werbeblocker nicht nur dazu gedacht ist, lediglich das eigene Geschäft zu fördern.

Das wäre ein Paukenschlag für die Online-Werbung: Laut einem Bericht des Wall Street Journal_blank ist Google nur wenige Wochen davon entfernt, einen eigenen Adblocker vorzustellen. Damit wolle Google schlechte Erfahrungen beim Surfen im Netz verhindern. Daher verfolgt Google wohl eher das Ziel, Kontrolle über den Werbeblocker-Markt zu gewinnen. Ein eigener AdBlocker ist zuverlässiger als Drittanbieter-Software.

Der Chrome-Browser von Google ist der meistgenutzte Webbrowser der Welt und auf Smartphones und Desktop-Rechnern gleichermaßen beliebt. Aus diesem Grund entscheidet sich Schätzungen zufolge jeder vierte Internetnutzer dafür, einen Adblocker in seinem Browser zu installieren.

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