SPORT1-Kommentar zum Ausscheiden von Borussia Dortmund aus der Champions League

Thomas Tuchel sorgt mit Startelf für Überraschung

Bei der 1:3-Niederlage im Viertelfinal-Rückspiel gegen die AS Monaco überzeugte in der ersten Halbzeit vor allem Nuri Sahin. Im Hinspiel hatte Dortmund schon 2:3 verloren. "Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf", sagte Tuchel, was den Ärger über die vielen Fehler im Spiel natürlich keineswegs abmilderte.

Als Thomas Tuchel am Mittwochabend nach dem Ausscheiden in Monaco am Sky-Mikrofon gebeten wurde, Bilanz unter diese Champions-League-Saison zu ziehen, formulierte Dortmunds Trainer auch positive Worte - und klammerte das Hin- und Rückspiel gegen die Monegassen aus dem normalen Geschehen in einer Champions-League-Saison aus. Wer für die Explosionen verantwortlich ist, ist weiter unklar.

Monaco | Lehrstunde statt Aufholjagd - erstmals seit 2009 ist die Bundesliga nicht im Halbfinale der Champions League vertreten. Die Vorzeichen haben sich nach dem Anschlag dramatisch verändert.

Angesichts aller Widrigkeiten nach dem Attentat darf man die Erkenntnisse aus den beiden Spielen gegen Monaco nicht überbewerten, auch wenn sich die Spieler selbstkritisch zeigten. Ähnlich sah es Mittelfeldspieler Julian Weigl: "Die frühe Toren haben uns verunsichert".

"Unglücklicherweise hatten wir nicht die Qualität, die Energie und das Glück", sagte Tuchel. Erst recht mit diesem Klassiker: "Walk on!" "Kraft und Wille fehlten, aber ich empfinde großen Respekt für die Jungs, wie sie mit ihren Erlebnissen umgegangen sind", sagte Marco Reus, der nicht dabei war, als der Bus attackiert wurde. Man könnte aber auch sagen, dass es in diesem Rahmen für den BVB eigentlich nichts zu gewinnen gab, dass man den jungen Männern jetzt ein bisschen Ruhe wünscht und dass es glücklicherweise wichtigere Dinge gibt im Leben als Fußball. Die Folge war, dass die Borussia schon nach einer Viertelstunde 0:2 zurücklag. Dazu kam, dass auch Tuchel in seinem 100.

Möglicherweise war dieser kapitale Fehlstart auch dem Entschluss des Trainers geschuldet, den zuvor wochenlang verletzten Erik Durm ohne viel Spielpraxis in die Startelf zu beordern.

Dazu passte der Beginn der Partie: Nach zwei Minuten stand es nach einer misslungenen Abwehraktion von Torhüter Roman Bürki 0:1, nach 14 Minuten verlor Matthias Ginter die Orientierung, es stand 0:2 und nach 26 Minuten musste Tuchel den überforderten Erik Durm vom Platz nehmen. "Ich habe ihm das zugetraut, im Training hat er einen guten Eindruck gemacht". Die nächsten Stationen heißen: am Samstag Borussia Mönchengladbach - und am Mittwoch kommender Woche im DFB-Pokalhalbfinale Bayern München.

Bayern raus bei Real, Dortmund raus in Monaco! Zumindest, wenn man Marcel Schmelzer Glauben schenkt. Fast 20 Minuten mussten die Dortmunder aus unerklärlichen Gründen im Bus verharren, ehe die örtliche Polizei das Startzeichen gab.

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