Trump lässt Einfuhrbeschränkungen bei Stahl-Importe prüfen

Washington - US-Präsident Donald Trump lässt Insidern zufolge prüfen, ob Stahlimporte die nationale Sicherheit der USA beeinträchtigen. Nach seinen Worten geht es nicht allein um Importe aus China.

Sollte das Handelsministerium tatsächlich eine Bedrohung der nationalen Sicherheit nachweisen, könnte Trump auf dieser Basis Stahlimporte beschränken. Bei Stahl könne das etwa für die Panzerung von Schiffen zutreffen.

Trump unterzeichnete ein Dekret, das eine Untersuchung von Handelsminister Wilbur Ross vorsieht. Sein Ministerium hat für die von Trump angestoßene Untersuchung neun Monate Zeit. Ross sagte aber, er erwarte schon deutlich früher ein Ergebnis.

Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann gab sich unterdessen wegen der in den USA erlassenen Strafzölle kämpferisch.

Erst kürzlich hatten die USA europäische Stahlunternehmen aufs Korn genommen. Die US-Regierung wirft den deutschen Unternehmen Salzgitter und Dillinger Hütte sowie weiteren europäischen Konzernen Preisdumping vor.

Salzgitter muss demnach künftig für Lieferungen von Grobblech in den USA Strafzölle von 22,9 Prozent zahlen.

Salzgitter-Chef Fuhrmann hält dagegen: Die Vorwürfe seien "absurd" und "willkürlich", sagte er dem Magazin zufolge. Der US-Markt für Großrohre, die aus Grobblech geschmiedet werden, sei ohnehin nicht sehr ergiebig.

Die deutsche Regierung hat sich hinter die Unternehmen gestellt. Die EU-Kommission wird womöglich Mitte Mai entscheiden, wie sie gegen die Strafzölle vorgeht.

Thyssenkrupp- und Salzgitter-Aktien verloren am Donnerstag zeitweise jeweils über zwei Prozent. Auch die Furcht vor einer sinkenden Nachfrage und einem Stahl-Überangebot in China drücken seit Tagen auf die Stimmung in der Branche. U.S. Steel stiegen um 5,5 Prozent, AK Steel um 6,7 Prozent.

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