Umweltministerin Hendricks plant strengeren Schutz von Wölfen

Schäfer sollen für Wolfsopfer entschädigt werden

Obwohl die Wölfe immer mehr Nutztiere reißen, bleibt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bei ihrer Position: Die Wölfe in Deutschland bleiben weiterhin streng geschützt. Hintergrund ihrer Klarstellung sind Forderungen der niedersächsischen CDU und FDP nach Obergrenzen. Derzeit steht der Wolf unter Schutz und darf nicht gejagt werden. Verhaltensauffällige Wölfe könnten allerdings auch jetzt schon geschossen werden, sagte Hendricks. Die Konflikte hält die Ministerin für lösbar: mit finanziellen Hilfen für die Nutzhierhalter, Zäunen und Herdenschutzhunden. Gleichwohl sei es nicht ganz zu vermeiden, dass auch Nutztiere gerissen werden, sagte Hendricks. Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) lehnt dies ab.

Nach Angaben des Bauernbundes hatte sich die Zahl der von Wölfen gerissenen Weidetiere 2016 gegenüber dem Vorjahr auf etwa 300 verdoppelt. Nach Zahlen des Wildtiermanagements gab es 68 eindeutig dem Wolf zugeordnete Fälle mit insgesamt 175 getöteten Tieren, vor allem Schafe, aber auch Rinder. Aktuell leben in Niedersachsen rund 80 Wölfe.

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