Unternehmen: Tesla-Chef kritisiert IG Metall nach Streikdrohung in Deutschland

Tesla Model S Autos stehen vor der Zentrale des Konzern in Palo Alto Kalifornien. Quelle dpa

Außerdem greift der Unternehmer die IG Metall persönlich an: "Alles bei Tesla dient der Mission, den Übergang zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen".

Das Unternehmen war auch schon vor der Übernahme durch Tesla Ende 2016 nicht tarifgebunden. Seitdem ziehen sich die Gehaltsverhandlungen mit der Gewerkschaft hin. "Wir haben vom Unternehmen eine nicht zufriedenstellende Antwort bekommen", sagte Patrick Georg von der zuständigen IG Metall Trier der "Welt am Sonntag". Er hob zudem hervor, wie wichtig Grohmann für Tesla ist: Die Firma spiele eine wichtige Rolle für die Zukunft der Elektroautofirma. Wie bereits hier berichtet prüft die Gewerkschaft gemeinsam mit der Belegschaft deshalb die Mögliichkeiten für einen Streik. Grohmann baut für die Herstellung des Typs Model 3 wichtige Maschinen für die Autoproduktion, die im Sommer anlaufen soll. Tesla soll angeboten haben, den Lohn aller Mitarbeiter um 150 Euro monatlich anzuheben. Künftig soll in Prüm ausschließlich für Tesla gefertigt werden. Betriebsrat Herzig sagte: "Was ist, wenn die Wette auf das Elektroauto schiefgeht?". Die Arbeitnehmer vermuten, dass auch der Gründer Klaus Grohmann das Unternehmen wegen dieses Strategiewechsels entgegen früherer Ankündigungen verlassen hat. Das berichtet die "Welt am Sonntag".

Grohmann war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Tesla erklärte dazu, man spreche direkt mit den Mitarbeitern und sei bereit für einen Streik. "Wir wollen in Prüm signifikant wachsen und verstehen, dass wir wettbewerbsfähige Löhne zahlen müssen, um das zu erreichen". Tesla hatte im vergangenen November angekündigt, Grohmann Engineering vollständig zu übernehmen.

Musk schrieb laut Deutscher Presse-Agentur in einem Brief an die Belegschaft, er wolle "unmissverständlich jedermann bei Tesla Grohmann versichern, dass wir nicht auf absehbare Zeit, und ganz sicher nicht in den nächsten fünf Jahren einen Personalabbau durchführen oder betriebsbedingte Kündigungen aussprechen werden". Zum Kaufpreis war Stillschweigen vereinbart worden. "Im Endeffekt wird jeder Tesla-Grohmann-Mitarbeiter die Chance haben, mit Gehalt und Aktienanteilen deutlich mehr zu verdienen als es in der Branche und relativ zu den Lebenshaltungskosten in Prüm üblich ist".

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