Bericht: Polizist bei Schüssen auf Champs-Élysées getötet

Auf der Pariser Prachtstraße Champs-Élysées sind laut einem Medienbericht zwei Polizisten durch Schüsse verletzt worden

Auf der Pariser Prachtstraße Avenue des Champs-Élysées ist es am Donnerstagabend zu einem Schusswechsel mit Polizisten gekommen. Der Angreifer wurde kurz darauf von der Polizei getötet.

Die Attacke habe sich gegen 21.00 Uhr abgespielt. Zwei weitere Polizisten wurden verletzt, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, im Sender BFMTV. Man könne aber nicht ausschließen, dass es einen oder mehrere Komplizen gebe, die in irgendeiner Weise an der Tat beteiligt waren.

Die Polizeipräfektur rief auf dem Kurznachrichtendienst Twitter dazu auf, den Bereich zu meiden. Ein Mann hatte auf dem Prachtboulevard Champs-Élysées Polizisten mit einer automatischen Waffe angegriffen und einen Beamten getötet. "Es sieht nach einem weiteren Terroranschlag aus", sagte Trump am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni in Washington. Bei der Schießerei gab es aber nach ersten Erkenntnissen nur einen Angreifer. Das gehe aus ersten Zeugenaussagen hervor, so Brandet.

Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Präsident François Hollande berief eine Krisensitzung im Elysée-Palast ein. Seit den Terroranschlägen im November 2015 wurde des Polizeiaufgebot in der französischen Hauptstadt massiv aufgestockt. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass die Champs-Élysées komplett gesperrt wurde.

US-Präsident Donald Trump hat Frankreich nach den tödlichen Schüssen auf Polizisten in Paris sein Beileid ausgesprochen.

Die französischen Behörden sind derzeit in höchster Alarmbereitschaft, weil am Sonntag die erste Runde der Präsidentenwahl stattfindet.

Die französische Polizei hatte erst am Dienstag in Marseille zwei mutmaßliche Islamisten festgenommen, in deren Wohnung ein Waffenarsenal versteckt war. Anschließend habe der Täter die Flucht ergriffen, er sei jedoch von den vor der Wahl verstärkt patrouillierenden Sicherheitskräften niedergestreckt worden. Trump sprach weiter von einem "schrecklichen Vorfall" und fügte hinzu: "Wir müssen stark und wachsam sein". Präsident François Hollande wollte bei einem Krisentreffen mit Premierminister Bernard Cazeneuve und Innenminister Matthias Fekl über die Lage beraten, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die Kandidatin vom rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, drückte ihre Solidarität mit den Einsatzkräften aus. Am Donnerstagabend traten die elf Kandidaten beim Fernsehsender France 2 nacheinander zu Kurzinterviews auf. Die entscheidende Stichwahl ist für den 7. Mai geplant.

Nach dem mutmaßlichen Anschlag sagten zwei aussichtsreiche Präsidentschaftskandidaten ihre Wahlkampfauftritte für Freitag ab. Auch Gentiloni kondolierte dem französischen Volk.

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