"Bild": Zahl der Gewaltdelikte ist 2016 deutlich gestiegen

Mehr Straftaten in Deutschland im vergangenen Jahr

In Deutschland ist die Zahl der Straftaten einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr angestiegen. Die Statistik, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Montag vorstellen will, weist einen bundesweiten Anstieg der Delikte um 0,7 Prozent auf.

Zum ersten Mal seit Jahren ist Frankfurt nicht mehr die Stadt in Deutschland mit der höchsten Kriminalitätsrate.

Den zweiten Platz der Rangliste nimmt dem Bericht zufolge Leipzig mit 15.811 Taten ein, den dritten Platz belegt Hannover (15.764 Taten). Frankfurt am Main, jahrelang von hoher Kriminalität geplagt, verzeichnete nun "nur" noch die vierthöchste Rate an Straftaten. Die Großstadt mit den wenigsten registrierten Straftaten bleibt wie schon in den Vorjahren München. Damit wird in der Landeshauptstadt statistisch gerechnet nur jeder 13. Opfer eines Verbrechens. Den Platz dahinter nimmt ebenfalls eine bayerische Stadt ein: Augsburg (7988 Taten). Die nordrhein-westfälische Stadt Oberhausen (8258 Taten) kommt auf den dritten Platz, gefolgt von Wiesbaden.

Die Statistik zeigt den Angaben zufolge, dass das Risiko, einem Dieb, Einbrecher oder Mörder zum Opfer zu fallen, regional unterschiedlich ist.

Im Stadtstaaten-Ranking liegt Berlin auch klar vor Bremen (13.687) und Hamburg (13.384). Ebenfalls gut schneiden die Länder Hessen (6.672), Rheinland-Pfalz (6.775) und Bayern (6.871) ab. 2016 wurden insgesamt 6,37 Millionen Fälle registriert und damit 41.900 oder 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die "Welt" und die "Bild"-Zeitung berichteten". Diese Entwicklung hat vor allem folgende Gründe: Die darunter fallende Zahl der gefährlichen und schweren Körperverletzungen nahm um 9,9 Prozent auf 140.033 Fälle zu.

Gravierend ist nach laut "Bild" auch der Anstieg bei den Fällen von "Vergewaltigung und sexueller Nötigung". "Bei diesen Delikten prägt Alkoholeinfluss die Tatbegehung weiterhin in erheblichem Umfang", betont die Kriminalstatistik.

Besonders stark zugelegt hätten dabei Fälle von Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen. Die Ausnahme in diesem Bereich stellen Raubdelikte (43.009 Fälle) dar, die um 3,7 Prozent zurückgingen. Hier gab es eine Zunahme auf 7.919 Fälle. Abgenommen haben die Diebstahldelikte, die nach wie vor einen Anteil von fast 40 Prozent aller Straftaten darstellen. Im Jahr 2015 waren es noch 6,33 Millionen Fälle gewesen.

Mit 27,9 Prozent machten "einfache Diebstähle" den Großteil der Delikte aus.

Es sind aber mehr Sachbeschädigungen an Kfz von der Polizei aufgenommen worden (plus 1,6 Prozent, 216.804 Fälle).

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