Champs-Élysées Schüsse in Paris - ein Polizist getötet

Massives Polizeiaufkommen vor dem Triumphbogen

Der 39-Jährige, der am Donnerstag auf dem Prachtboulevard einen Beamten getötet und zwei verletzt haben soll, hatte im Jahr 2005 eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren wegen versuchten Totschlags erhalten, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der Angreifer wurde nach Polizeiangaben von Beamten erschossen. Im vergangenen Juni wurde ein Polizistenpaar im Umland von Paris ermordet. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizeipräfektur der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend. Kurze Zeit nach der Tat kam es in der Nähe der Champs-Elysées zu einer weiteren Schiesserei, wie aus Polizeikreisen verlautete.

Auf der riesigen Straße waren zahlreiche Polizeifahrzeuge zu sehen.

Nach einem tödlichen Angriff auf Polizisten am Donnerstagabend in Paris gehen die Sicherheitsbehörden einem Terrorverdacht nach. Sprecher Pierre-Henry Brandet sagte: "Es gibt heute Abend ein einziges Ereignis dieser Art in Paris, es gibt keine anderen Aktionen". Die Ermittlungen liefen. Kurz nach 21.00 Uhr habe ein Auto neben einem parkenden Polizeiwagen gehalten, schilderte Brandet die Tat. Die Sicherheitskräfte riegelten die Champs-Elysees nach dem Angriff weiträumig ab, sperrten mehrere Metro-Stationen und riefen die Bevölkerung auf, den Bereich zu meiden.

Frankreich befindet sich seit den Pariser Terror-Anschlägen im November 2015 im Ausnahmezustand. Die bei Touristen beliebten Champs-Élysées gehören zu den ständig und besonders bewachten Orten.

Bei den Polizeikräften vor Ort sei eine "enorme Anspannung" zu spüren, berichtete ein Journalist des "Figaro" über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Nach der Schießerei am Abend in Paris sollen die Ermittlungen von der französischen Antiterror-Staatsanwaltschaft übernommen worden sein, berichteten Medien. Das war aber noch nicht offiziell bestätigt.

Die Polizei hatte erst am Dienstag in Marseille zwei mutmaßliche Islamisten festgenommen, in deren Wohnung ein Waffenarsenal versteckt war.

Ein Auto sei neben einem Polizeiauto stehen geblieben, ein Insasse des Autos habe das Feuer eröffnet und einen Polizisten getötet, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Sicherheitsmaßnahmen für den Wahlkampf wurden verstärkt. Innenminister Matthias Fekl erklärte, der Einsatz der Polizisten habe ein Massaker verhindert: "Sie haben ein Blutbad auf den Champs Elysees abgewendet". Die Stichwahl ist für den 7. Mai angesetzt.

Der konservative Kandidat François Fillon und die Rechtspopulistin Marine Le Pen kündigten die Annullierung ihrer geplanten Wahlkampfauftritte an. Am Donnerstagabend traten die elf Kandidaten im Fernsehen nach einander zu Kurzinterviews auf. "Ich möchte nicht, dass wir uns an den islamistischen Terror gewöhnen", sagte sie dem Sender France 2. Umfragen zufolge hat Le Pen guten Chancen, neben dem linksliberalen Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron in die zweite Wahlrunde einzuziehen.

US-Präsident Donald Trump sprach Frankreich sein Beileid aus.

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