International: Formel-1-Chef Carey: "Rennen in New York hat Priorität"

Chase Carey hat nach der Ablösung von Bernie Ecclestone durch den neuen Formel-1 Besitzer Liberty Media die Geschäftsführung der Rennserie übernommen

Auf das Autoland Deutschland wollen die neuen Formel-1-Bosse von Liberty Media aber auch danach nicht verzichten. In der kommenden Saison allerdings kehrt die Königsklasse wieder zurück in einen ihrer traditionsreichsten Märkte - nach Hockenheim. "Es ist sicherlich eines unserer Ziele, im deutschen Markt vertreten zu sein", sagte Carey. Der neue Formel-1-Eigentümer Liberty Media schickt sich nun an, Ecclestones Traum doch noch in die Tat umsetzen zu wollen.

"Letztes Jahr gewann ein deutscher Fahrer in einem deutschen Auto, es ist also ein sehr wichtiger Markt", betonte Carey mit Blick auf Weltmeister Nico Rosberg, der im Vorjahr im Mercedes seinen ersten Titel geholt hatte und wenige Tage danach in Wien zurückgetreten war. Wir sind gerade dabei zu untersuchen, wie wir das am besten bewerkstelligen können. "Unser Ziel ist es, die Option in Deutschland zu finden. Dies ist aber ein noch andauernder Prozess", deutet Carey bereits Überraschendes an. Jedenfalls nicht auf deutschen Strecken, nachdem Verhandlungen mit den Standorten Hockenheim und Nürburgring scheiterten.

Wir schauen uns auch nach anderen Optionen um. "Wir reden natürlich mit den zwei Rennstrecken, die in der Vergangenheit den Großen Preis von Deutschland ausgetragen haben". "Wir haben zwei europäische Rennen mehr im Kalender als in diesem Jahr", nickt Carey.

Eine erleichternde Botschaft für viele Fans in Europa, hatte sich die Formel 1 unter den vorherigen zuletzt doch vermehrt von seinem Ursprung ab-und Märkten zugewandt, in denen sprichwörtlich Milch und Honig fließen. Ich glaube, die Bindung zu Europa ist beständig, aber wir sehen echte Wachstumsmöglichkeiten für den Sport in Nord- und Südamerika sowie Asien.

Carey: Es ist wichtig für uns, einen Wettbewerb auf die Beine zu stellen, der attraktiv für die Teambesitzer ist. Wir wollen, dass diese Veranstaltungen eine breite Masse anlocken und die Fantasien einer Stadt, eines Landes und der ganzen Welt wecken. Mit Austin mache man zwar bereits einen guten Job, doch gelte es jetzt, einen wirklichen Magneten hinzuzufügen. Neben New York nannte Carey auch Miami, Los Angeles und Las Vegas als weitere Kandidaten für einen Grand Prix in den USA. Die Amerikaner wollen einen zweiten US-Grand-Prix und blicken dabei vor allem auf die Metropole an der Ostküste. "Doch das Ganze soll mehr als nur ein Formel-1-Rennwochenende sein".

New York habe für ihn dabei Priorität, wie er meint.

Wie für den deutschen, so gilt jedoch auch für den US-Markt: Getrocknete Tinte unter Verträgen gibt es noch nicht. "Daher arbeiten wir daran, einige Unzulänglichkeiten in der Struktur des Sports zu beseitigen", bekräftigte Carey neuerlich, dass er "mehr Teambesitzer in der Formel 1 sehen" möchte. Insgesamt liege jedoch auch in den Verhandlungen in der Heimat noch viel Arbeit vor Liberty Media.

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