Iran: Altpräsident Ahmadinedschad von Präsidentenwahl ausgeschlossen

Der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad darf nicht bei der Präsidentschaftswahl am 19. Mai antreten

Der iranische Wächterrat hat Mahmud Ahmadineschad nicht zur bevorstehenden Präsidentschaftswahl zugelassen.

Ahmadinedschad war von 2005 bis 2013 iranischer Präsident.

Ein für die Präsidentschaftswahl in Iran zuständiges Kontrollgremium hat den amtierenden Präsidenten Hassan Rohani als Kandidaten bestätigt, dessen Vorgänger Mahmud Ahmadineschad aber abgelehnt. Er sei disqualifiziert worden, berichteten staatliche Medien.

Gut einen Monat vor der Präsidentenwahl im Iran sind sechs Kandidaten zugelassen worden.

Ahmadinedschad hatte sich als Kandidat registrieren lassen und sich damit gegen den Wunsch des politischen und geistlichen Oberhaupts, Ayatollah Ali Chamenei, gestellt.

Nach der Registrierungsphase für die Präsidentenwahl werden die Bewerber vom islamischen Wächterrat auf ihre politische und religiöse Qualifikation geprüft. Der Wächterrat selbst nannte keine Namen. Während seiner achtjährigen Amtszeit hatte er mit israelfeindlichen Reden für Aufsehen gesorgt, das Atomprogramm des Landes vorangetrieben und einen antiwestlichen Kurs vertreten. Antreten dürfen demnach der als gemäßigt geltende Amtsinhaber Hassan Ruhani, der erzkonservative Geistliche Ebrahim Raisi, der konservative Bürgermeister Teherans Mohammed Bagher Ghalibaf, Vizepräsident Eshagh Dschahangiri, der gemäßigte Mostafa Hashemitaba und der Hardliner Mostafa Mirsalim.

Den Konservativen ist klar, dass sie ohne einen gemeinsamen Kandidaten kaum eine Chance gegen Ruhani hätten. Als wahrscheinlicher Spitzenkandidat gilt der Geistliche Raisi, der die einflussreiche Stiftung des Heiligtums des Imams Resa in Maschhad leitet. Seine Gegenkandidaten werfen ihm und den Reformern vor, mit dem Abkommen die angestrebten wirtschaftlichen Ziele nicht erreicht zu haben. Die Unzufriedenheit vieler Iraner spielt konservativen Hardlinern in die Hände, die Ruhani die Annäherung an den Westen verübeln.

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