Iran-Wahl: Ruhani bestätigt, Ahmadinedschad abgelehnt

Mahmud Ahmadinedschad

Der sogenannte Wächterrat, der alle Bewerber prüft, habe auch den konservativen schiitischen Geistlichen Ebrahim Raissi nicht zur Wahl zugelassen, meldete das Staatsfernsehen am Donnerstag unter Berufung auf das Innenministerium. Er sei disqualifiziert worden, berichteten staatliche Medien am Donnerstagabend. Raeissi gilt als Hauptkonkurrent Ruhanis.

Der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad darf nicht bei der Wahl am 19. Mai antreten. Angeblich müssen sich beide in einem Verfahren wegen Unterschlagung verantworten. Ahmadinedschad hatte seine Kandidatur überraschend vergangene Woche angekündigt - und das, obwohl ihn das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, ausdrücklich vor einer Bewerbung gewarnt hatte.

Ahmadinedschad sorgte in seiner achtjährigen Amtszeit vor allem mit israelfeindlichen Reden für Aufsehen und fuhr einen antiwestlichen Kurs.

Unzufriedenheit gut für konservative Kräfte? Der reformorientierte Politiker kam 2013 mit einem überwältigenden Sieg ins Amt und versprach, die jahrzehntelange Isolation der Islamischen Republik zu beenden und eine offenere Gesellschaft zu schaffen. 2015 wurde das historische Atomabkommen zwischen dem Iran und dem Westen geschlossen, das eine Lockerung der Sanktionen nach sich zog. Denn der wirtschaftliche Aufschwung kommt langsamer voran als erhofft. Konservative und Hardliner treten deshalb dafür ein, den Deal zu revidieren oder auszusetzen. "Propagandashows", die die öffentliche Meinung irritieren könnten, sollen daher unbedingt vermieden werden.

Related:

Comments

Latest news

Polizist in Paris getötet: IS reklamiert Attacke für sich
Nach einem tödlichen Angriff auf Polizisten mitten in Paris hat sich die Terrormiliz Islamischer Staat zu der Tat bekannt. Es wird noch untersucht, ob der Mann allein gehandelt hat, was derzeit vermutet wird.

Herne: Letztes Foto zeigt Paula Maaßen auf der Geburtstagsfeier
Sie hatte rotbraune kurze Haare und trug zuletzt ein graues Langarmshirt, eine schwarze Jeanshose zu türkisfarbenen Turnschuhen. Auch durch die eingeleiteten polizeilichen Suchmaßnahmen konnten keine Hinweise auf Paulas Aufenthaltsort erlangt werden.

FrankreichAyrault kündigt Beweise für Giftgas-Einsatz in Syrien an
Ayrault sagte am Mittwoch, die Geheimdienste seines Landes würden in den kommenden Tagen entsprechende Belege präsentieren. Die Regierung in Damaskus hat Berichte über einen syrischen Angriff dagegen als Lügenmärchen zurückgewiesen.

Venezuela: Tote und Tränengaswolken: Lage in Venezuela eskaliert
Die Opposition fordert Neuwahlen und macht Präsident Maduro für die schwere politische und ökonomische Krise verantwortlich. Ein 17-Jähriger starb in Caracs durch einen Kopfschuss, eine junge Frau starb in San Cristóbal auf die gleiche Weise.

USA: US-Supreme Court blockiert Hinrichtung in Arkansas
Es sei höchste Zeit, dass die Familien der Opfer Gerechtigkeit für die schrecklichen Morde erführen, schrieb Rutledge auf Twitter. Der Grund für die geplante Hinrichtungsserie ist weder juristisch noch politisch motiviert, sondern rein pragmatischer Natur.

Other news