Nach Bus-Anschlag: BVB begrüßt Ermittlungserfolge

Der Bombenanschlag von Dortmund steht kurz vor der Aufklärung

Anschlag:Borussia Dortmund hofft nach Festnahme in Tübingen auf schnelle AufklärungNach der Festnahme eines Tatverdächtigen aus dem Raum Tübingen für den Bombenanschlag auf Borussia Dortmunds Mannschaftsbus hofft der BVB auf eine schnelle Aufklärung und dankt den ermittelnden Behörden. Ihm wird versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die "Bild"-Zeitung hatte schon kurz nach Bekanntwerden des Falls darüber berichtet, dass Comdirect-Mitarbeiter gegenüber der Polizei einen Anfangsverdacht auf Geldwäsche geäußert hätten". Bundesinnenminister de Maizière äußerte sich erfreut über den Ermittlungserfolg. Das teilte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler, am Freitag in Karlsruhe mit. Als Hintergrund gibt die Bundesanwaltschaft nach dem Stand der Ermittlungen Aktienspekulation an und nicht Terrorismus. Laut Bundesanwaltschaft hat der Tatverdächtige dafür am 3. April einen Kredit aufgenommen. Put-Optionen haben aber eine Hebelwirkung.

Den finanziellen Verlust hätte in diesem Fall die DZ Bank gehabt, die die Optionsscheine als Emittent an Anleger verkauft: Denn der Verkäufer des Optionsscheins trägt das Risiko die eingegangene Verpflichtung zu erfüllen - er muss die Summe also an den Anleger auszahlen.

"Dass man offensichtlich versucht hat, durch den Anschlag Kurs-Gewinne zu realisieren - das ist natürlich Wahnsinn", sagte Watzke: "Ich hoffe, dass jetzt auch die Hintergründe alle restlos aufgeklärt werden, weil das für uns als Verein und speziell für die Mannschaft sehr, sehr wichtig wäre". Das Spiel war dann wegen des Anschlags um einen Tag verschoben worden.

Borussia Dortmunds Trainer Thomas Tuchel hat mit Unverständnis auf das mutmaßliche Motiv des Sprengstoffanschlags auf den BVB-Mannschaftsbus reagiert. Offenbar bestand er auf ein Zimmer im Dachgeschoss, von dem aus man den späteren Anschlagsort sehen konnte.

Kurz nach der Abfahrt der Mannschaft vom Hotel zum Champions-League-Spiel gegen Monaco in Dortmund hatte es drei Detonationen neben dem Teambus gegeben. Dabei wurden der BVB-Fußballer Marc Bartra an der Hand verletzt, ein Motorradpolizist erlitt ein Knalltrauma.

Die verschiedenen nach dem Anschlag aufgetauchten Bekennerschreiben führten offenbar in die Irre. Die drei in einer Hecke platzierten Sprengsätze wurden der Bundesanwaltschaft zufolge zwar "zeitlich optimal" gezündet.

Wie die Generalbundesanwaltschaft mitteilte, waren die Sprengsätze über eine Länge von zwölf Metern in einer Hecke entlang der Fahrstrecke des Busses angebracht. Ein Metallstift sei noch in einer Entfernung von 250 Meter aufgefunden worden. Auch in einer Kopfstütze innerhalb des Mannschaftsbusses wurde einer der Stifte entdeckt.

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