Super-Erde LHS 1140b von Forschern entdeckt

Laut Forschern beste Aussichten auf Atmosphäre und Anzeichen von Leben

Der neue Erdzwilling LHS 1140b liegt nur knapp 40 Lichtjahre entfernt und kreist in der habitablen Zone eines Roten Zwergs. Der jüngste Kandidat allerdings hat einen Vorteil: Seine Bahn führt ihn so an seinem Stern vorbei, dass er von der Erde aus gut zu untersuchen ist. Aus diesem Grund wird tief ins All geblickt.

Immer wieder sorgen neue Exoplaneten für Aufregung, weil Leben auf ihnen möglich sein könnte. "LHS 1140 dreht sich langsamer um die eigene Achse und sendet weniger energiereiche Strahlung aus, als es andere Sterne dieses Typs tun".

Gibt es Wasser auf der "Super-Erde"?

Seine hohe Dichte spricht dafür, dass sein Eisenkern größer ist als der irdische Kern, wie die Forscher erklären. Die Masse beträgt etwa das 6,6-fache unserer Erde.

"Das ist der spannendste Planet, der mir in den vergangenen Jahrzehnten untergekommen ist", betonte Dittmann in einer Mitteilung seines Instituts. Bei der neu entdeckten "Super-Erde" allerdings bestehen laut ihren Entdeckern die besten Chancen auf die Entdeckung von Leben. Die Umlaufbahn des neu entdeckten Planeten verläuft von der Erde aus gesehen vor dessen Muttersonne - er zieht alle 25 Tage vor dem Stern vorbei und blockiert damit für kurze Zeit einen kleinen Teil des Sternlichts. Das Vorhandensein bestimmter Moleküle, zum Beispiel Sauerstoff, könnte nahelegen, dass auf der Oberfläche eines solchen Planeten biologische Vorgänge ablaufen.

Heimat extraterrestrischen Lebens? Die Bedingungen auf LHS 1140b scheinen dafür günstig zu sein (künstlerische Darstellung).

Blick auf Atmosphäre Die Astronomen vermuten, dass Supererde eine Atmosphäre besitzt. Rote Zwergstern sind äußerst lichtschwach.

So könnte der jetzt entdeckte Planet um den Roten Zwerg LHS 1140 aussehen.

"Über die Zusammensetzung der Atmosphäre können wir bisher nur spekulieren", sagt Dittmann. Selbst wenn vor rund fünf Milliarden Jahren auf dem frisch geborenen Planeten Wasser vorhanden gewesen sein sollte, könnte es zusammen mit einer möglichen Atmosphäre von dem damals sehr viel aktiveren Zwergstern davongeblasen worden sein. Künftige Teleskope wie beispielsweise das "James Webb"-Weltraumteleskop, das 2018 starten soll, oder das "Extremely Large Telescope" der Eso könnten aus der Art und Weise, wie die Atmosphäre das Sternenlicht filtert, Rückschlüsse auf die chemische Zusammensetzung der Lufthülle erlauben". "Wir hätten uns kaum ein besseres Ziel wünschen können...".

Das Jahr auf dem neuen Exoplaneten dauern nur einige Tage. Die Astronomen haben ihn mit Hilfe des MEarth-Teleskopverbunds entdeckt und nun im Journal "Nature" der Öffentlichkeit vorgestellt.

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