Tabea Alt muss Teilnahme am Mehrkampf-Finale absagen

Angelique Kerber

Cluj-Napoca Die deutschen Turnerinnen müssen im Mehrkampf-Finale der Europameisterschaften in Cluj-Napoca am Freitag auf Hoffnungsträgerin Tabea Alt verzichten. Die beide schwäbischen Turnerinnen beeindruckten mit einem Glanzauftritt in der Qualifikation der Europameisterschaften von Cluj-Napoca. Aber nicht nur die Jüngste verbreitete Hoffnungen auf Medaillen. Im zweiten von vier Durchgängen des Vorkampfes leisteten sie sich keine gravierenden Fehler und zogen an die Spitze von drei Einzel-Wertungen. Seit 2012 hat es keine EM-Medaillen mehr für deutsche Turnerinnen gegeben.

Tabea Alt musste ihre Teilnahme am Mehrkampffinale absagen. Nervenstark wie ein Routinier meisterte sie den Vierkampf und übernahm mit 54,866 Punkten bei Halbzeit die Spitze der Konkurrenz.

Tag 2, Sonntag 23.04. Die Weltcup-Gesamtsiegerin überraschte mit Rang drei im Sechskampf und geht am Schwebebalken alles andere als chancenlos in die Medaillenentscheidung. Da die Kampfrichter noch gymnastische Sprünge nicht anerkannten und zudem 0,1 Punkte wegen Zeitüberschreitung abzogen, sieht die Zehntklässlerin nun Reserven für das Finale. Die bereits 28 Jahre alte Stuttgarterin präsentierte sich vor 7700 Zuschauern im erstmals ausverkauften Sala Polivalenta in Top-Verfassung, die "Turn-Oma" darf im Mehrkampf, am Stufenbarren und am Boden noch einmal an die Geräte. "Da wollten wir kein Risiko eingehen", sagte Karg. "Natürlich war nicht alles perfekt, aber ich kann mehr als zufrieden sein", bemerkte er strahlend. Als Führende nach dem Vorkampf geht die Olympia-Vierte Elisabeth Seitz (14,566 Punkte) als Topfavoritin in den Medaillenkampf am Stufenbarren. "Es gibt wenig auszusetzen", meinte der Coach und war da durchaus einer Meinung mit seinem Vater. "Ein kleines Fehlerchen, ein Nachdrücken - damit kann ich gut leben". Am Balken rangiert die Mehrkampf-Vize-Europameisterin von 2011 im Zwischenklassement auf Platz drei (13,066 Punkte).

Cheftrainerin Ulla Koch will nun die Spannung bis zum Finale nicht künstlich hochhalten. "Die Aufregung kommt von ganz allein", meinte sie.

Im Finale am Sonntag hat er die große Chance, zum vierten Mal Europameister zu werden. Der 29-Jährige war am Mittwoch der stärkste Barren-Turner der Qualifikation mit 15,166 Punkten. 2011 und 2012 gewann der Unterhachinger an seinem Spezialgerät, 2010 siegte er mit dem Team.

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