Tugce-Schläger soll nach Serbien abgeschoben werden Verurteilter Täter

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Nach dem gewaltsamen Tod der Studentin Tugce vor zweieinhalb Jahren soll der verurteilte Täter heute nach Serbien abgeschoben werden.

Frankfurt/Main Sanel M., verantwortlich für den Tod der Studentin Tugce, musste Deutschland verlassen. Zuvor war er vom Jugendgefängnis in Wiesbaden nach Frankfurt gebracht worden. Der Auseinandersetzung im Morgengrauen waren Pöbeleien und Beleidigungen zweier Gruppen vorausgegangen, zu einer gehörte Sanel M., zur anderen Tugce. Diesen Termin nannte das zuständige Amtsgericht Wiesbaden. Das Landgericht Darmstadt verurteilte Sanel M.im Juni 2015 wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu drei Jahren Jugendstrafe. Die Abschiebung hatte das Wiesbadener Zuwanderungs- und Integrationsamt eingeleitet, wie eine Sprecherin der Stadt sagte. Dabei hat die 20 Jahre alte Studentin so schwere Kopfverletzungen erlitten, dass sie ins Koma fiel und wenige Tage später starb. Nach Angaben seiner Anwälte leben seine Großeltern in Serbien. Acht Jahre darf der 20-Jährige, der in Offenbach geboren und aufgewachsen, nicht nach Deutschland einreisen.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hatte Mitte März in letzter Instanz entschieden, dass der 20-Jährige für acht Jahre nach Serbien ausgewiesen wird. Das bedeutet: Sollte er innerhalb von acht Jahren versuchen, nach Deutschland zu kommen, wird er verhaftet. Die Gefahr, dass er weitere Straftaten begehe und seine Resozialisierung scheitere, sei angesichts seiner mangelnden Integration in der Bundesrepublik nicht hinnehmbar, argumentierten die Richter in zweiter Instanz. Sie bestätigten damit die Entscheidung der Behörden und der ersten Instanz.

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