Umfrage kurz vor Frankreich-Wahl sieht Macron vorn

Emmanuel Macron

Mélenchon hat tatsächlich in seinem Programm vorgeschlagen, der Organisation Alba beizutreten. Die Rechtspopulistin, die mit Slogans wie "Die Franzosen zuerst!" und "Im Namen des Volkes" für den Austritt aus der Europäischen Union und gegen Einwanderer Stimmung macht, thematisierte erneut die Sicherheitspolitik in Frankreich. Es gebe aber in Frankreich keine Erfahrung mit der für eine "Coalition" nötigen Kompromisskultur und der ständigen Suche nach neuen Mehrheiten, warnt Demesmay. Sollte sie doch noch gewinnen, könnte sie das Ende der EU einläuten. Sie betrifft lediglich den Zusammenhang zwischen dem beabsichtigten Austritt aus der EU und dem Eintritt in das Bündnis Alba.

Emmanuel Macron verteidigt seinen knappen Vorsprung. Er wird mittlerweile zum einzig möglichen Retter des Status Quo hochstilisiert.

April 2017 findet der erste Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen statt. Dazu kommt, dass auch mit der Stichwahl die nächsten fünf Jahre im politischen Frankreich noch nicht zwingend entschieden sein werden. Doch war das Rennen vor dem ersten Wahlgang extrem eng und Le Pen könnte, wenn sie am Sonntag Platz eins oder zwei erreicht, zumindest in die Stichwahl am 7. Mai einziehen. Der linke Politiker Jean-Luc Mélenchon und der Konservative François Fillon lagen vier Prozentpunkte dahinter, wie die Hochrechnung der Firma BVA ergab.

Le Pen und Mélenchon äußerten sich wie Macron und Fillon im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender France 2.

Macron warb für ein "zuversichtliches Frankreich". In einem Interview sagte er, Deutschland profitiere vom Ungleichgewicht in der Eurozone und erziele sehr hohe Handelsüberschüsse. Seine Partei "Les Républicains" ist gut organisiert, und das ländliche und katholische Frankreich sowie ein Teil der Wirtschaft unterstützen ihn weiter. Macron bekräftigte, Deutschland erwarte vor allem, dass Frankreich endlich strukturelle Reformen einleite. Marine Le Pen ist relativ stark, hat aber in den vergangenen Wochen viele Stimmen verloren, sagt Goulard am Telefon. Während der Wahlkampf in die letzte heiße Phase geht, verstärkt die Verhaftung von zwei Terrorverdächtigen die Nervosität im Land erheblich.

Die "radikalisierten Männer" - eine Umschreibung für mutmaßliche Islamisten - wollten laut Behörden unmittelbar vor der am Sonntag geplanten Wahl einen Anschlag verüben.

Staatspräsident François Hollande lobte die Ermittler-Arbeit: "Das ist ein bemerkenswerter Fang". Die beiden Franzosen hätten in den kommenden Tagen zur Tat schreiten wollen, sagte Innenminister Matthias Fekl.

Der sozialiberale Anwärter Emmanuel Macron sagte, Frankreich werde seit Jahren vom Terrorismus bedroht, die Wahl sei ein besonders kritischer Augenblick. Der Linke Mélenchon will die europäischen Verträge neuverhandeln - und sie andernfalls verlassen.

Die Demokratie darf vor den Bedrohungen und Einschüchterungen der Terroristen nicht einknicken.
Die Sicherheitsbeamten von Fillon seien über Gefahren für den Kandidaten informiert worden, berichteten Kreise der konservativen Republikaner.

Beamte des Inlandsgeheimdienstes DGSI nahmen die Verdächtigen am Dienstagvormittag mit Unterstützung einer Spezialeinheit in Marseille fest.

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