US-Supreme Court verhindert Hinrichtung in Arkansas

US-Bundesrichterin verhindert Hinrichtungen in Arkansas

Der Bundesstaat wollte bis Ende des Monats acht Verurteilte hinrichten, weil bis dahin die Haltbarkeit eines der dafür nötigen Medikamente abläuft. Ein Gericht im Verwaltungsbezirk von Pulaski verbot dem Staat am Mittwoch (Ortszeit) vorläufig, bei seinen Hinrichtungen per Giftspritze ein Mittel namens Vecuronium zu benutzen.

Das Oberste Gericht im US-Bundesstaat Arkansas hat eine für heute Abend geplante Hinrichtung gestoppt. Doch in einem anderen Verfahren setzte der Supreme Court von Arkansas zwei für Ostermontag vorgesehene Hinrichtungen aus. Die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates, Leslie Rutledge, legte im Fall Davis Berufung ein. Sie forderte, zumindest an Davis' Hinrichtung festzuhalten.

Eine Reihe von Häftlingen in Todeszellen der USA werden vorerst nicht hingerichtet. Der Verurteilte hatte laut Urteil im Jahr 1990 eine Frau in ihrem Haus ausgeraubt und sie anschließend erschossen.

Er hatte seine letzte Mahlzeit bereits eingenommen. "Morgen werden wir weiter gegen Berufungen in letzter Minute und Bemühungen ankämpfen, den Familien von Opfern keine Gerechtigkeit zu gewähren", sagte er in einer Mitteilung.

Neben dieser Exekution war für Donnerstag noch die von Ledell Lee angesetzt. Gray gab dem herstellenden Pharmakonzern recht, der angab, Vecuronium lediglich zur Behandlung von Gefängnisinsassen verkauft zu haben - aber nicht für Exekutionen. Der Grund: Das Haltbarkeitsdatum des Mittels Midazolam, das Teil des bei Hinrichtungen verabreichten Giftcocktails ist, läuft dann ab. Denn viele Pharmakonzerne wollen nicht mehr, dass mit ihren Substanzen getötet wird und weigern sich, Wirkstoffe für die Giftspritzen zu liefern. Midazolam steht bereits seit langem in der Kritik, weil es offenbar nicht stark genug ist, um Schmerzen der Todeskandidaten zu vermeiden. Eine Aktionsgruppe gegen die Todesstrafe in Arkansas sprach von grausamen "Hinrichtungen wie am Fließband". Damit gerät der Plan von Arkansas durcheinander.

Die geplante Serie von Exekutionen in Arkansas hatte heftige Proteste und auch international Empörung ausgelöst. Darunter war auch der Schauspieler Johnny Depp, der von dem Ex-Häftling Damien Echols begleitet wurde. In Petitionen wurde Gouverneur Asa Hutchinson aufgefordert, die Exekutionen zu stoppen.

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