USA: US-Supreme Court blockiert Hinrichtung in Arkansas

US-Staat Arkansas geht gegen Aufschub von Hinrichtungen vor

Schon für Donnerstag ist in Arkansas die Vollstreckung von zwei weiteren Todesstrafen vorgesehen.

Das oberste Verfassungsgericht der USA hat zwei geplante Hinrichtungen im US-Bundestaat Arkansas vorerst gestoppt.

Nur Minuten nach dem Spruch des Obersten Gerichts in Arkansas, die geplante Hinrichtung zu stoppen, wurde eine andere wichtige Entscheidung bekannt: Richterin Alice Gray im Verwaltungsbezirk von Pulaski verbot dem US-Staat Arkansas vorläufig, bei Hinrichtungen per Giftspritze ein Mittel namens Vecuronium zu benutzen.

Während die Strafvollzugsbehörden noch auf eine Entscheidung warteten, wurde Davis im Gefängnis bereits seine vermeintlich letzte Mahlzeit serviert: Brathähnchen, Brot, Bohnen, Kartoffelpüree und Erdbeerkuchen.

Die Bundesrichterin hatte bei ihrer Entscheidung am Samstag für einen Aufschub der Hinrichtungen auch auf das Mittel Midazolam verwiesen.

US-Staaten haben zunehmend Nachschubprobleme bei Mitteln, die sie für Hinrichtungen verwenden wollen.

Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, will bis Ende April eigentlich acht Häftlinge hinrichten lassen, weil das Haltbarkeitsdatum des bei Giftinjektionen verwendeten Mittels Midazolam Ende des Monats abläuft. Die Verwendung dieser Substanz ist wegen Berichten über qualvolle Tode höchst umstritten.

Der Grund für die geplante Hinrichtungsserie ist weder juristisch noch politisch motiviert, sondern rein pragmatischer Natur. Die Häftlinge hätten laut Verfassung das Recht, eine "grausame und ungewöhnliche Bestrafung" anzufechten.

Arkansas' Generalstaatsanwältin Leslie Rutledge äußerte sich enttäuscht.

In einem weiteren Verfahren hob der Oberste Gerichtshof von Arkansas die Entscheidung eines Bezirksrichters auf. Arkansas hatte im Fall eines der beiden Männer Berufung eingelegt und wollte an dessen Exekution festhalten. Es sei höchste Zeit, dass die Familien der Opfer Gerechtigkeit für die schrecklichen Morde erführen, schrieb Rutledge auf Twitter.

Der 54 Jahre alte Davis war für den Mord an einer Frau im Jahr 1990 zum Tode verurteilt worden. Gegner der Todesstrafe demonstrierten in der Hauptstadt des Bundesstaates gegen die geplanten Hinrichtungen. Dem verurteilten Stacey Johnson solle vor einer niedrigeren Instanz eine zweite Chance gegeben werden, seine Unschuld in einem Mordfall im Jahr 1993 zu beweisen, entschied der Gerichtshof am Mittwoch.

Related:

Comments

Latest news

Exxon - Exxon will Russland-Sanktionen umgehen
Zudem dürfte der Fall auch Aufsehen erregen, weil der frühere Exxon-Chef Rex Tillerson heute Außenminister ist. Der Vorfall weckt außerdem Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Regierung von Konzernen wie Exxon.

Keine weiteren Flüge: Lufthansa setzt Kooperation mit Etihad Grenzen
Lufthansa wird ihr junges Codeshare-System mit Etihad Airways zumindest kurzfristig nicht um neue Linien erweitern. Somit fällt die Kooperation der einstigen Kontrahenten offenbar um Einiges kleiner aus als angekündigt.

Razzia bei oppositionellem Online-Medium in Türkei
Bozdag begrüßte, dass die Wahlkommission Anträge der Opposition auf Annullierung des Referendums am Mittwoch zurückgewiesen hatte. Beim Aufrufen der Seite erschien die Information, dass diese per Gerichtsentscheidung als "Schutzmaßnahme" geschlossen wurde.

Daniela Katzenberger: Für dieses Foto wird sie scharf kritisiert
Daniela Katzenberger (30) sieht das aber nicht so und war spendabel, als es um die Oster-Geschenke für Töchterchen Sophia (1) ging.

RB Leipzig ohne Personalsorgen vor Schalke-Spiel
Folge uns via LAOLA1-Instagram-Account und bekomme Einblick in unsere Sportwelt! Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttel sind extrem zusammengewachsen.

Other news