Bonn - Offenbar neuer Missbrauchsfall am Bonner Jesuitenkolleg

Zum wiederholten Mal ist es am Bonner Aloisiuskolleg zu sexuellen Übergriffen gegenüber Schutzbefohlenen gekommen

Bonn - An der Bonner Jesuitenschule Aloisiuskolleg hat es offenbar erneut einen sexuellen Übergriff durch einen Mitarbeiter gegeben.

Wie Dirk Schneemann, Pressesprecher der Bezirksregierung, auf GA-Anfrage bestätigte, habe das Kolleg der Schulaufsicht mitgeteilt, dass sich ein Lehrer einer solchen Tat schuldig gemacht habe. Das Kolleg habe seiner Kenntnis zufolge sofort dienstrechtliche Konsequenzen gezogen und Strafanzeige gegen den Mitarbeiter erstattet.

Die Zeitung berichtete aus dem Umfeld der Schulleitung, die Schule habe sich mit dem Mitarbeiter darauf verständigt, dass er das Kolleg zum Schuljahresende verlassen solle und bis dahin nicht mehr unterrichten werde. Ob das Kolleg Strafanzeige gegen den Mann gestellt hat, und wenn ja, aus welchen Gründen, erläuterte Siebner, der am 1. Juni das Amt als neuer Provinzial der Deutschen Jesuiten antritt, nicht.

Laut Bericht handelt es sich bei dem Beschuldigten um einen Lehrer, der Mitte April gegenüber einer Schülerin übergriffig geworden sein soll. In einem Rundschreiben an die Eltern bittet das Ako zum Schutze der Persönlichkeitsrechte aller dringend um Diskretion.

Am Aloisiuskolleg in Bonn soll es Mitte April einen neuen Fall sexueller Grenzüberschreitung gegeben haben.

Das Aloisiuskolleg ist seit 2010 mit der Aufarbeitung zahlreicher Missbrauchstaten beschäftigt, die mehrheitlich in den 1950er und 1960er Jahren begangen wurden.

Den jetzt bekannt gewordenen Fall kommentierte der "Eckige Tisch" laut "General-Anzeiger" mit den Worten: "Wir sind schockiert und fragen uns, wie gerade hier mutmaßlich weitere Menschen geschädigt werden konnten". Betroffene und Zeugen seien aufgerufen, sich zu melden, erklärte Heiko Schnitzler als Sprecher des Vereins.

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