Deutscher Bundespräsident Steinmeier besuchte Yad Vashem

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender in der Holocaust-Gedenkstätte Yad

Steinmeier trifft am Sonntag außerdem Staatspräsident Reuven Rivlin, der ihn bereits am Samstagabend informell in Jerusalem begrüßt hatte. Netanyahu hatte vor zwei Wochen ein Treffen mit dem deutschen Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) platzen lassen, weil der deutsche Ressortchefs bei seiner Visite in Israel auch Aktivisten von "Breaking the Silence" traf.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat im Rahmen seines Israel-Besuchs die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besichtigt. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte ein geplantes Gespräch absagt, weil Gabriel regierungskritische Organisationen getroffen hatte. Er selbst wird "Breaking the Silence" nicht treffen, allerdings plant auch der deutsche Bundespräsident Gespräche mit Schriftstellern, Intellektuellen, Oppositionspolitikern und Nichtregierungsorganisationen. Steinmeiers Visite, aber auch die jüngsten Besuche seines Vorgängers Joachim Gauck sowie Gabriels bewiesen, "dass gerade aus der traumatischen Vergangenheit, die nie vergessen werden wird, eine respektvolle und besondere Beziehung zwischen Deutschland und Israel gewachsen ist". Die beiden Staatsoberhäupter trafen sich in der Altstadt von Jerusalem auf einem beliebten Markt. "Unfassbare Schuld haben wir Deutsche auf uns geladen", schrieb er ins Gästebuch.

Steinmeier, der am Sonntagnachmittag mit Netanjahu zusammentreffen wollte, bekräftigte auch die Forderung nach einer Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten.

Steinmeier besuchte anschließend die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

Der UN-Sicherheitsrat hatte im Dezember einen vollständigen Siedlungsstopp Israels gefordert.

Jerusalem."Hier an diesem Ort wird Erinnerung ganz Schmerz, Trauer und Scham", sagte Steinmeier in der Gedenkstätte in Jerusalem. Die Besiedlung gilt als ein großes Hindernis für eine Friedensregelung mit den Palästinensern. Zuvor hatte Steinmeier die Gräber des ehemaligen Präsidenten Schimon Peres und des 1995 ermordeten Ministerpräsidenten Izchak Rabin auf dem nahegelegenen Herzlberg besucht.

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