Leverkusener Angst vor Abstiegsduell wird immer größer

Werder-Trainer Alexander Nouri kann nach der sagenhaften Rückrunde mit seiner Mannschaft die Europa Laegue erreichen

Die erste Europacup-Teilnahme nach sieben Jahren ist noch möglich, allerdings haben die Bremer mit Spielen gegen Hoffenheim und Dortmund ein schweres Restprogramm.

Serie gerissen - und trotzdem glücklich über die eigene Leistung: Bei Werder Bremen überwog nach dem 3:4 (2:3) beim 1. FC Köln der Stolz. Bremen fand durch einen Doppelschlag von Fin Bartels (34.) und Theodor Gebre Selassie (40.) zurück ins Spiel.

Letztlich brachten die Saisontreffer 24 (13.) und 25 (47.) von Anthony Modeste sowie die Tore von Bittencourt (28.) und Simon Zoller (44.) aber den Sieg.

Die neue Führung um Trainer Stöger und Sportchef Jörg Schmadtke entwickelte die Mannschaft nach dem Aufstieg 2014 langsam, aber stetig weiter. "Großen Respekt heute an die Mannschaft". "Am Ende haben wir heute gezeigt, wer hungriger ist", sagte Modeste: "Wir wollen in die Europa League".

Österreichs erfolgreicher Trainer-Export Peter Stöger durfte nach seinem 100. Spiel als Chefcoach im deutschen Oberhaus über wichtige drei Punkte im Kampf um eine Europacup-Teilnahme jubeln.

Die Rheinländer übernahmen in einem packenden Spiel sofort die Initiative und wurden vor allem bei Ecken immer wieder gefährlich. So traf Torjäger Modeste, der mit dem Doppelpack nun bei 25 Saisontoren hält, dann auch aus dem Gewühl heraus aus kurzer Distanz zum 1:0 und beendete nach 314 Minuten ohne Treffer seine Torflaute. Bittencourt erhöhte per Kopf nach einer sehenswerten Flanke des auffälligen Lukas Klünter. Doch nach dem zweiten Gegentor drehten die Norddeutschen auf. Bartels war nach idealem Pass von Junuzovic frei und legte den Ball mit dem Außenrist an Köln-Schlussmann Timo Horn vorbei. Gebre Selaissie köpfte eine Flanke von Junuzovic zum 2:2 ein.

Die Bremer waren nun das überlegene Team - doch der FC konterte eiskalt durch Zoller.

Köln, das über weite Strecken nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch überzeugte, warf sich in der zweiten Halbzeit in die hektischen Bremer Angriffe und verteidigte leidenschaftlich. Nach nur zwei Minuten erzielte Modeste mit einem Rechtsschuss seinen zweiten Treffer der Partie. Die Bremer schafften zwar durch Serge Gnabry (62.) den neuerlichen Anschluss, das 4:4 gelang ihnen jedoch nicht mehr.

Mit diesem für die Kölner neuen Ziel fange nun "der Stress aber erst so richtig an", sagte Schmadtke schmunzelnd: "Denn das war der erste Schritt von dreien". Werder drängte auf den Ausgleich, traf trotz einer guten Kopfballchance für Gnabry (76.) aber nicht mehr. Weiterhin ist völlig unklar, ob Modeste auch nach dem Sommer noch in Kölns Farben antreten wird, nicht nur chinesische Klubs locken den Franzosen mit großen Summen.

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