Menschen in Hannover evakuiert: Drei Weltkriegsbomben entschärft

Tausende von Menschen müssen am Sonntag ihre Häuser verlassen. Quelle dpa

Bei einer der größten Evakuierungen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg sind in Hannover drei Fliegerbomben entschärft worden. Drei von fünf möglichen Bomben entpuppten sich als Metallschrott. Voraussichtlich am frühen Nachmittag soll mit dem Bergen und Entschärfen der vermuteten Bomben begonnen werden.

Gleich über Wochen müssen derzeit im Münchner Stadtteil Freimann Anwohner tagsüber ihre Häuser verlassen, damit Experten ein Munitionsdepot mit zehn Tonnen Sprengstoff unschädlich machen können. Rund 50 000 Personen konnten am Abend in ihre Häuser zurückkehren.

Hannover war im Zweiten Weltkrieg vielfach Ziel alliierter Bomber.

Die Entschärfung der Fünf-Zentner-Bombe gestaltete sich aufgrund des verbogenen Zünders schwieriger: Weil der Schlagbolzen zudem bereits im sogenannten Detonator steckte, musste der Blindgänger mittels eines Wasserstrahlschneidegeräts unschädlich gemacht werden ( mehr dazu lesen Sie hier ).

Für die bundesweit bislang zweitgrößte Bombenentschärfung müssen in Hannover 50.000 Menschen aus ihren Wohnungen. Die Stadt habe indes ein umfangreiches Kultur- und Sportprogramm für die Betroffenen organisiert.

In der Evakuierungszone in den Stadtteilen Vahrenwald, List und Nordstadt befinden sich auch sieben Alten- und Pflegeheime sowie eine Klinik. Der Zünder wurde aus dem Sprengsatz herausgeschnitten. Stattdessen nutzten die Betroffenen das von der Stadt angebotene Freizeitprogramm und besuchten Museen, Kinos oder den Zoo. Jetzt würden die Zünder noch kontrolliert gesprengt, wie die Stadt Hannover per Twitter mitteilte.

Auch Bahnreisende mussten sich auf Behinderungen einstellen. Praktisch alle über Hannover fahrenden IC- und ICE-Züge steuern zwar ihr Ziel an, halten vielfach ab dem frühen Nachmittag aber nicht mehr im Hauptbahnhof. Sie waren zum Teil länger unterwegs oder mussten zusätzlich umsteigen.

Die Evakuierung in Hannover ist keine Seltenheit. Sie wurden analysiert, weil auf dem Gelände gebaut werden soll.

Das spanische Onlineportal Libertad Digital schreibt, dass 13 Verdachtspunkte auf Weltkriegsbomben gefunden wurden.

Insgesamt waren über 2400 Polizisten, Feuerwehrleute und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen im Einsatz.

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