Nach der Wahl in FrankreichErleichterung in EU über Wahl Macrons

Frankreich Wahlen Präsident

Der pro-europäische Linksliberale siegte in der Stichwahl am Sonntag mit grossem Abstand vor der rechtspopulistischen Kandidatin Marine Le Pen. Pierre (Name geändert) ist einer der ersten Franzosen, die sich nun vor dem Louvre einfinden - er hat eine Frankreich-Fahne dabei. Der 39-jährige werde zudem am Vormittag an der traditionellen Gedenkfeier zum Jahrestag des Kriegsendes 1945 an der Seite von Noch-Staatschef François Hollande teilnehmen.

"Ich bin mir der Wut, des Zweifels und der Angst bewusst, welche die Franzosen zum Ausdruck gebracht haben", sagte Macron in seiner ersten Ansprache nach der Wahl in Paris. Sein Ziel sei es, "die Einheit der Nation zu sichern" und die Bürger wieder mit Europa auszusöhnen.

Macron hat nach seinem Wahlsieg versprochen, mit aller Kraft gegen die Spaltungen der französischen Gesellschaft zu kämpfen.

Im Video: Kurz vor der Wahl wird Le Pen von ihrem Vater attackiert: "Charakter hat sie, aber." . US-Präsident Trump meinte, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Macron. Der Sieg ihrer Partei sei historisch, sagte sie. Die Partei müsse sich nun aber erneuern, damit sie eine neue politische Kraft werden könne. Mehrere Meinungsforschungsinstitute sahen den Mitte-Links-Kandidaten mit mehr als 60 Prozent in Führung - weit vor der Rechtspopulistin Marine Le Pen. Er trat am späten Abend vor Tausenden jubelnden Anhängern am Pariser Louvre auf.

Macron wird das jüngste Staatsoberhaupt seit Napoleon. Der Urnengang galt auch als Schicksalswahl für Europa: Le Pen hatte ein Referendum über einen EU-Austritt Frankreichs angekündigt und ist gegen den Euro.

Auch wenn Le Pen nicht in den Élyséepalast einzieht, hat sie das politische Gefüge in Frankreich maßgeblich auf den Kopf gestellt.

Heute wählen die Franzosen einen neuen Präsidenten. Ob er auch eine Regierungsmehrheit bekommt, wird sich erst bei der Parlamentswahl im Juni entscheiden. Ohne eigene Mehrheit in der Nationalversammlung wäre Macron gezwungen, eine Regierung zu ernennen, der auch Politiker eines anderen politischen Lagers angehören. "En Marche!" erklärte, die Daten seien bei einer "massiven und koordinierten" Hacker-Attacke vor einigen Wochen gestohlen worden. Der Rückgang ist sehr ungewöhnlich: In den vergangenen Jahrzehnten war die Wahlbeteiligung in der zweiten Runde stets höher ausgefallen als im ersten Wahlgang.

Uhr: Die Wahlbeteiligung bleibt vergleichsweise niedrig: Das Institut Ipsos erwartet bis zur Schließung der letzten Wahllokale um 20 Uhr eine Beteiligung von 74 Prozent, das Institut Harris Interactive geht in seiner Prognose vom Sonntagnachmittag sogar nur von 73 Prozent aus.

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