"Nazi-Schlampe": NDR weist Abmahnung von AfD-Politikerin Weidel zurück

Schweiz: AfD-Kandidatin beklagt sich

Wie AfD-Pressesprecher Christian Lüth im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilt, plant die Partei nun wohl eine Klage gegen "extra 3" und Moderator Ehring.

Das hat der AfD-Politikerin scheinbar nicht gefallen. Ehring nahm das zum Anlass und sagte in der Sendung: "Lasst uns alle unkorrekt sein". Laut Lüth störe Alice Weidel übrigens nur die Bezeichnung "Nazi-Schlampe". Er hoffe, das sei unkorrekt genug für die AfD gewesen. Die AfD ist empört.

Doch der deftige Humor des Satirikers kommt in den Reihen der rechtskonservativen Partei alles andere als gut an. "Das wird teuer für diesen #GEZ-Primitivling", schreibt er.

Laut "Spiegel Online" habe man den Fall bereits dem Medienanwalt der AfD übergeben. Er gehe von einer Klage aus. Der AfD-Sprecher nannte die Aussagen "beleidigend und verleumderisch" und betonte, dass sie die "Persönlichkeitsrechte von Alice Weidel" verletzt werden.

Wie weit darf Satire gehen? Dieses Mal klagt aber nicht etwa ein ausländischer Machthaber, sondern die neue Spitzenkandidatin der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Alice Weidel.

Der NDR dagegen soll gelassen auf die Ankündigung reagiert haben. Ein Satz, der vielen sauer aufstieß. Der aktuelle Fall zeige deutlich, wie Böhmermann in der Diskussion um Satire einen Boden bereitet hat, auf dem derzeit breitflächig nicht nur Umdenken vorbereitet wird, sondern auch in der Interaktion von Politikern etwas mehr Umsicht verlangt: "Welche Reaktion hätte sich Frau Weidel denn erwartet auf ihren vollmundigen Ausstieg aus der Political Correctness, einen politisch korrekten oder einen satirisch überzeichneten?"

Recht eindeutig stellte sich die AfD im Satirestreit zwischen Recep Erdogan und Jan Böhmermann hinter den ZDF-Satiriker, der mit seiner ebenfalls äußerst deftigen Wortwahl in einem Schmähgedicht den türkischen Staatspräsidenten erzürnte. Wir sind gespannt, wie der diesmalige Satire-"Irrsinn der Woche" endet.

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