Wahlforscher: CDU punktete im Norden stark bei älteren Wählern

Albig und Günther nach der Wahl

"Das geht nur, wenn die CDU die Landesregierung anführt", sagte Günther am Montag vor Beginn einer Präsidiumssitzung der Bundes-CDU mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin. Nachdem es lange Zeit so ausgesehen hatte, als wäre ein Sieg der sogenannten Küstenkoalition aus SPD, Grünen und dem SSW sicher, drehte sich wenige Wochen vor der Landtagswahl die Stimmung. Er sei sich sicher, dass Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen abgewählt werde. Bei den über 60-Jährigen holte die CDU überdurchschnittliche 42 Prozent, wie die Forschungsgruppe Wahlen am Sonntagabend erläuterte.

Kiel. Nach der Niederlage der Sozialdemokraten bei der Landtagswahl in Schleswig-Holsteins hat sich Landeschef Ralf Stegner zurückhaltend über die politische Zukunft des Ministerpräsidenten Torsten Albiggeäußert.

Offen ist noch, wer künftig in Kiel regieren wird.

Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen in einer Woche sei eine Koalition mit den Grünen allerdings ausgeschlossen, sagte Lindner weiter.

Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF kommt die CDU auf 32,5 bis 32,9 Prozent. Der SSW kommt auf 3 bis 3,5 Prozent. "Die Menschen haben gegen die Koalition des Stillstands gestimmt, weil sie eine Koalition des Aufbruchs wollen", sagte Günther.

Die Sozialdemokraten liegen bei 27,2 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 12,9 und der FDP mit 11,5 Prozent.

Nach dieser Sitzverteilung bräuchte die CDU neben der FDP eine der bisherigen Regierungsparteien für eine Mehrheit im Parlament. "Das ist ein bitterer Tag für die Sozialdemokratie, ein bitterer Tag für meine Regierung, ein bitterer Tag für mich", sagte Albig. Er sehe mit den Grünen in Schleswig-Holstein keine "unüberbrückbare Differenzen". In Umfragen vor der Wahl hatte es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD ausgesehen.

Damit ist die sogenannte Küstenkoalition aus SPD, Grünen und SSW unter Leitung von Ministerpräsident Torsten Albig nach nur einer Legislaturperiode abgewählt. Die CDU legte im Wahlkampf mit Daniel Günther eine fulminante Aufholjagd hin. Albig hatte vor der Wahl angekündigt, bei einem Scheitern seiner Regierung einen "Plan B" zu besitzen. Die bislang im Landtag vertretenen Piraten flogen - wie erwartet - aus dem Landtag. Er wolle mit allen Parteien außer der AfD darüber sprechen. Vor beiden lag allerdings mit 1,8 noch FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki, was ein in den Ländern seltenes Phänomen sei. Die Grünen mit ihrem über die Landesgrenzen hinaus bekannten Zugpferd Robert Habeck - bisher Umwelt- und Agrarminister - schnitten deutlich besser ab als aktuell in den bundesweiten Umfragen.

Bereits am Nachmittag zeichnete sich eine höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren ab. In Schleswig-Holstein dürfen erstmals Jugendliche ab 16 Jahren bei der Landtagswahl abstimmen.

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