Log-in per Facebook: Deutsche Firmen wollen dem Sozialen Netzwerk Konkurrenz machen

Die Markt Dominanz von Internetgrößen wie Google ist deutschen Unternehmen ein Dorn im Auge. Sie wollen ein eigenes Portal

Zugesagt werden außerdem höchste Standards bei Datensicherheit und Datenschutz.

Die Idee ist ein einheitlicher Zugang zu Online-Diensten.

Ein neues Abo für die zu Axel Springer gehörende Tageszeitung Welt, ein Antrag für eine neue Baufinanzierung oder ein Girokonto von der Deutschen Bank, ein Carsharing-Angebot von Daimler - wer die Dienstleistungen dieser drei Konzerne in Anspruch nimmt, muss sich zunächst mit seinen persönlichen Daten auf den Webplattformen der jeweiligen Anbieter registrieren. Ein Vorteil von Facebook sowie Google ist, dass man die dazugehörigen Zugangsdaten nutzen kann, um sich auch auf externen Seiten anzumelden. Mit der Deutschen Telekom würden derzeit Gespräche geführt. Berücksichtigt werden soll etwa die ab 2018 gültige Datenschutz-Grundverordnung der EU sowie die eIDAS-Verordnung, die den Umgang mit der Online-Funktion des Personalausweises reguliert.

Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen, europäische Partner und technische Details sind bislang nicht bekannt. "Ziel ist es, die Registrierungsvorgänge für Kunden im Internet zu vereinfachen und sicher zu gestalten". Mit dem neuen Generalschlüssel fürs Web stemmt sich die deutsche Allianz gegen die Vormachtstellung der Internetkonzerne. Nun wollen mehrere deutsche Großkonzerne eine ähnliche Möglichkeit bieten, die allerdings mit einer rechtssicheren Identifizierung und Datenschutz aufwarten soll. Die Europäer müssten auch in der Digitalisierung endlich ihre Stärken voll ausspielen, sagte Christian Sewing, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank. Das Projekt steht noch unter Vorbehalt der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Das sei bei Facebook und Google nicht der Fall. Wachgerüttelt wurden die Bürger vor allem durch die Enthüllungen von Edward Snowden, durch die bekanntwurde, dass die Tentakel der amerikanischen Geheimdienste in alle möglichen Bereiche des (digitalen) Lebens reichen.

Mit den Partnern aus den Branchen Versicherung, Medien, Auto und Banken deckt die Initiative bereits ein breites Datenspektrum ab.

In Europa gibt es immer wieder Kritik an der Dominanz von Daten-Plattformen aus den USA im Internet. Die genannten Firmen signierten zusammen mit dem Kartendienstanbieter Here und dem Thinktank Core bereits eine Absichtserklärung. Eingebunden in die Überlegungen sind auch das Bundeswirtschaftsministerium sowie das Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme sowie die European School of Management and Technology.

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