Xavier Naidoo: "Marionetten"-Songtext sei "bewusst überzeichnet"

Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims sind wegen des Songs „Marionetten” massiv in der Kritik

Mannheim Nach dem Krisentreffen mit der Stadt Mannheim äußert sich Xavier Naidoo zu seinem Song. Schließlich arbeiten die Musiker und die Stadtverwaltung seit Jahren eng zusammen.

Im Streit um das Lied "Marionetten" des Musikers Xavier Naidoo kam es gestern zu einem Krisengespräch zwischen Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz und der Band "Söhne Mannheims". Weitere Initiativen sind die bundesweit bekannte Popakademie in Mannheim sowie die künftige Nutzung ehemaliger US-Militärareale in der Stadt.

Seitens der Band um Sänger Xavier Naidoo hatte es vor dem Gespräch geheißen, man gehe von einem konstruktiven Treffen aus. Gestern Abend hatte sich die Band mit Mannheims Oberbürgermeister Kurz zusammengesetzt.

Es handele sich "um eine zugespitzte Zustandsbeschreibung gesellschaftlicher Strömungen, also um die Beobachtung bestimmter Stimmungen, Auffassungen und Entwicklungen", so der Musiker. Heute wollen beide Seiten über das Ergebnis informieren. "Das ist mir wichtig und dafür lohnt es sich einzustehen".

Mannheim hat wegen eines Songtextes Ärger mit seinen berühmten Söhnen.

Außerdem stünden Die Söhne Mannheims und Naidoo selbst seit vielen Jahren ganz klar gegen jede Art von Gewalt, gegen jede Art von Fremdenhass, gegen jede Art von Diskriminierung und gegen jede Form von Radikalismus oder Nationalismus. "Alles andere führt ins Elend, und das zeigt auch die Debatte um dieses Lied".

Auch der Hauptsponsor des Musikfestivals in Coburg (Oberfranken), die Versicherungsgesellschaft HUK-Coburg, hat sich am Montag von dem Song distanziert. Auf Distanz geht auch ein Bremer Radiosender: Bremen Vier hatte zuvor die Kooperation bei einem Konzert der Gruppe am 13. Mai abgesagt.

Das Lied "Marionetten" erzeugt allerdings einen doch sehr eindeutig gegenteiligen Eindruck. Demokratiefeindliche Äußerungen seien "widerwärtig".

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