Google Fuchsia: Ein möglicher Nachfolger von Android

Google Fuchsia: Ein möglicher Nachfolger von Android

Der Benutzermodus und auch ein auf Funktionen basierendes Sicherheitsmodell legten nahe, dass Fuchsia auch Smartphones und PCs antreiben könne, spekulierte Android Police im August 2016. Doch jetzt kann man immerhin ein ersten Blick auf die Benutzeroberfläche werfen.

Werden Android und Chrome OS zusammengelegt, fragten wir uns letzten September. Doch der kalifornische Software-Riese hat offenbar noch ein drittes Eisen im Feuer. Fuchsia OS heißt das mysteriöse Betriebssystem, und es ist wie Android für Smartphones gedacht. Was hat es damit auf sich?

Fotos von Ars Technica zeigen Googles Betriebssystem Fuchsia in Aktion. Inzwischen gibt es erste Bilder von der Benutzeroberfläche und damit einen ersten Eindruck davon, wie Fuchsia aussehen wird. Ob Fuchsia Android eines Tages ablösen wird, ist sehr wahrscxheinlich.

Die Benutzeroberfläche "Armadillo" (zu Deutsch Gürteltier) und Apps sind mit Googles Entwicklerkit Flutter geschrieben.

Fuchsia basiert nicht wie Android auf einem Linux-Kernel, sondern auf dem von Google selbst entworfenem Magenta-Kernel. Möglich ist dies dank Kyle Bradshaw von Hotfixit.net und Ron Amadeo von Ars Technica, die Fuchsia mit Hilfe einer Android-App sichtbar machen. Wirklich arbeiten kann man mit Armadillo noch nicht, die meisten Bestandteile des Systems sind derzeit noch Platzhalter. Anstelle eines Startbildschirms mit App-Icons präsentiert sich der Homescreen von Fuchsia als endlose Scroll-Liste mit Kacheln im Stil von Google Now. Ein Tipp auf das Profilbild öffnet ein Menü mit Einstellungen, ähnlich den Schnelleinstellungen bei Android. Im unteren Bereich des "Home-Screens" erscheinen Karten mit "Vorschlägen" (Suggestions) für Apps, die dem Nutzer im jeweiligen Kontext hilfreich sein können. Vielleicht ist Fuchsia dann das OS, welches global für eine Vielzahl verschiedener Geräte genutzt werden kann - nachvollziehbar wäre die Überlegung seitens Google allemal. Mit dem selbstentwickleten Kernel und der eigenen Programmiersprache könnte sich Google damit von Linux und Java lösen. Denn mit Flutter bietet Google Entwicklern die Möglichkeit, Apps zu schreiben, die auf Android, iOS und mittelfristig auch auf Fuchsia laufen. Das neue Google-OS wird zwar ebenfalls unter Open-Source-Lizenzen, nämlich unter BSB, MIT und Apache 2.0, diese sind allerdings weniger streng ausgelegt, was die Weitergabe von in Eigenleistung entwickeltem Code anbelangt. Denn jedes Betriebssystem ist nur so viel Wert wie die Apps, die es dafür gibt.

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