Hoeneß: "Freispruch wäre völlig normal gewesen"

Borussia Mönchengladbach- Eintracht Frankfurt

Uli Hoeneß saß wegen Steuerhinterziehung 21 Monate in Haft. Die Zeit habe ihn geprägt, auch wenn er sich ungerecht behandelt fühlt.

Abseits des Sportlichen äußerte sich Hoeneß auch ausführlich zu seiner Gefängnisstrafe - und sieht sich nach wie vor offenbar zu Unrecht verurteilt.

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"In diesem Spiel habe ich klar gegen die Medien verloren", sagte Hoeneß bei einer Gesprächsrunde in der Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein, die der Schweizer Blick zitiert. Ein Freispruch wäre völlig normal gewesen.

Jetzt bei Tipico wetten - und 100€ Neukundenbonus sichern! Er verbrachte letztlich 21 Monate in Haft und wurde nach seiner vorzeitigen Entlassung im November 2016 erneut zum Präsidenten des FC Bayern gewählt.

Täglich wartete eine Journalisten-Schar vor seinem Haus. Man hätte ja "Revision am Bundesgerichtshof machen können". Auch warum er damals auf eine Revision verzichtet hat, verrät er. Er habe mehr als 40 Millionen Euro Strafe gezahlt, inklusive 18 Millionen Euro Zinsen und 2 Millionen Euro Kirchensteuer: "Trotzdem entschied ich mich, ins Gefängnis zu gehen".

"Ich bin wie immer auf die Menschen zugegangen, habe mich der Situation angepasst", sagte Hoeneß. Am Tag seiner Entlassung habe ihm die Direktorin gesagt, er habe zwei Fanklubs: einen bei den Beamten und einen bei den Gefangenen. Das hat schon wehgetan. Jetzt war ich kürzlich wieder dort, da wollten 500 Fans ein Selfie mit mir. "Da wusste ich, es war total richtig, das Urteil anzunehmen". Der Kader des FC Bayern steht vor einschneidenden Umwälzungen. "Jedes Mal, wenn der Ribéry nach 70 Minuten raus muss, ruft er mich am Abend an und sagt: 'Jetzt habe ich genug, ich gehe!'", erzählte Hoeneß.

Der Präsident versucht jedoch, zu beschwichtigen. "Die werden wahrscheinlich, so wie ich das sehe, Champions-League-Sieger dieses Jahr, die werden Real schlagen", prophezeite Hoeneß für das Finale der Königsklasse.

Der Bayern-Präsident ergänzte, dass ihm das Alter der Spieler "völlig wurst" sei, wenn sie so spielten wie es beim 34-jährigen Ribery oder dem 33-jährigen Robben in der zu Ende gehenden Saison der Fall gewesen sei.

Den Bayern müsse allerdings im Schatten von Spielern wie Arjen Robben oder Franck Ribéry gelingen, "Junge heranwachsen zu lassen, die rechtzeitig die Chance kriegen und an dem Tag da sind, wenn die anderen aufhören". Hoeneß: "Ich glaube, Juve, Real und wir sind momentan die drei besten Mannschaften Europas". Seine Steueraffäre inklusive Haftstrafe konnte daran nichts ändern.

RB Leipzig wird im Sommer ordentlich auf dem Transfermarkt aktiv werden.

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