Kritik nach Attentat "irritiert": Watzke legt Differenzen mit Tuchel offen

Watzke über Tuchel-Zukunft: „Abschlusstabelle ist wie ein Zeugnis“

Im Interview mit der "Funke Mediengruppe" räumt Watzke vor der wichtigen Partie gegen Hoffenheim am Samstag (ab 15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) ein, dass ihn die Kritik von Thomas Tuchel an der schnellen Austragung des Champions-League-Viertelfinales gegen den AS Monaco nach dem Attentat auf den BVB-Mannschaftsbus "irritiert" hat. Favre ist erst seit Sommer 2016 Trainer in Nizza, aktuell mit seiner Mannschaft sechs Spiele ungeschlagen und auf Platz drei in der Ligue 1.

Tuchel und einige Spieler hatten sich über die Ansetzung des Viertelfinals gegen Monaco nur einen Tag nach dem Anschlag beschwert. "Ich fühle mich wie ein Tier, nicht wie ein Mensch".

Watzke stellte klar: "Es war uns zu gravierend, eine solche Entscheidung über die Köpfe aller hinweg vorzunehmen". Niemand habe zudem den Wunsch geäußert, nicht anzutreten, "auch am Folgetag nicht". Auch der Trainer hatte selbstverständlich das Recht, darauf hinzuweisen. Tuchel hatte von einem "ohnmächtigen Gefühl" berichtet und kritisiert, die Entscheidung sei über den Kopf des BVB hinweg getroffen worden. "Aber mit einem solchen Szenario bin ich kein einziges Mal konfrontiert worden". Sein Vertrag läuft dort noch bis 2019. "Wie immer bei analytischen Gesprächen" gehe es dabei "ganz allgemein gesprochen neben dem Sportlichen um Dinge wie Strategie, Kommunikation, Vertrauen".

Nach dem Saisonende entscheidet sich, wie es mit Thomas Tuchel bei Borussia Dortmund weitergeht. "Und die Note ist sicher besser, wenn du Dritter statt Vierter wirst", sagte Watzke.

Watzke weiter: "Ich bewerte alles rund um das Attentat natürlich auch vor dem Hintergrund dessen, was wir intern vertraulich miteinander besprochen haben und was möglich war".

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