Vor Kongress in Bahrain: Fifa setzt Spitze der Ethikkommission ab

Hans-Joachim Eckert führte die unabhängige Ethikkommission der FIFA

Aus Europa spielen 16 Nationen um den Titel - drei mehr als beim bisherigen WM-Format, das 2018 in Russland und 2022 in Katar noch Bestand haben wird.

Die beiden Juristen kritisierten die FIFA-Entscheidung in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Als Ersatz für Eckert und Borbély wird der Fifa-Council dem Kongress der Grieche Vassilios Skouris (Chef der rechtsprechenden Kammer) und die Kolumbianerin Maria Claudia Rojas (Chefin der Untersuchungskammer) vorschlagen.

Auch bei der Zukunft der FIFA-Ethikkommission droht in Bahrain Ärger: Noch ist offen, ob beim Kongress die Wiederwahl der Vorsitzenden der beiden Kammern der Ethikkommission zugelassen wird.

Die letzten zwei Teilnehmer werden bei einem Play-off-Turnier ermittelt, das im WM-Gastgeberland stattfindet.

Manama/Wien. Der Korruptionsskandal im Fußball-Weltverband ist noch lang nicht aufgearbeitet, doch Fifa-Präsident Gianni Infantino hat den Blick bereits wieder nach vorn gerichtet. Der Schweizer Chefermittler Cornel Borbely und der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert sind zwar offiziell eingeladen, allerdings haben sich die beiden mit den Suspendierungen zahlreicher, teils hochrangiger FIFA-Mächtigen innerhalb des Weltverbands viele Feinde gemacht.

Grindel hat "durchaus Sympathie" für die Dreier-Bewerbung, und der DFB-Boss ist der Ansicht, "dass sie am Ende sehr gute Chancen haben wird". Generalsekretärin Fatma Samoura sprach von einer Untersuchung durch das zuständige FIFA-Komitee. Grindel sagt: "Ich bin dafür, dass Eckert und Borbely ihre Arbeit fortsetzen, weil sie zur Wiederherstellung der Integrität der FIFA einen entscheidenden Beitrag geleistet haben". Intern soll Infantino sich und seine Council-Kollegen gar als "Geiseln" der Kontrollgremien bezeichnet haben, was er öffentlich bestreitet.

COUNCIL-AUSSCHUSS: Der sogenannte Ausschuss der FIFA-Regierung darf bislang nur in "Angelegenheiten besonderer Dringlichkeit" tätig werden. Eine Machtausweitung für FIFA-Präsident Infantino: Das Council hat insgesamt 37 Mitglieder.

Ohne Frage müsse "lückenlos aufgeklärt werden und es müssen entsprechende Konsequenzen gezogen werden", äußerte der DFB-Präsident: "Aber Verfehlungen der Vergangenheit kann man fairerweise der neuen Fifa-Führung nicht ankreiden". Zudem soll die Entscheidung über die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nun doch später getroffen werden als zunächst geplant. Der einflussreiche Multi-Funktionär war erst vor ein paar Tagen von allen seinen Fußball-Ämtern, also auch aus dem Council, zurückgetreten, weil sein Name (zumindest indirekt) im Zuge des jüngsten Skandals um Lai gefallen war. Außerdem gestand Guams Verbandschef Richard Lai vor einem New Yorker Gericht, Schmiergelder angenommen zu haben. Der US-Bürger war vor der vorläufigen Sperre durch die FIFA-Ethiker ausgerechnet Mitglied der FIFA-Audit- und Compliance-Kommission - die für Finanzprüfung zuständig ist.

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