Eishockey-Team kassiert WM-Niederlage gegen Russland

Christian Ehrhoff

Köln.Im dritten Vorrundenspiel der Eishockey-WM in Köln und Paris steht die deutsche Nationalmannschaft heute erneut vor einer riesigen Herausforderung. Die Freude über den 2:1-Erfolg beim WM-Auftakt am Tag zuvor gegen das US-Team war dahin. Den glücklichen, weil vom gebürtigen Nürnberger Gerrit Fauser abgefälschten Führungstreffer durch Oliver Ekman-Larsson (7. Minute) konterte der Klub-Kölner Patrick Hager (17.) ebenso souverän wie der ebenfalls bei den Kölner Haien angestellte Düsseldorfer Philip Gogulla (26./Power-Play) das 2:1 durch Victor Rask (21.). Am Ende stand gegen kaltschnäuzige Schweden dennoch ein ebenso deutliches wie ernüchterndes 2:7 zu Buche - es bleibt bei zwölf Siegen in 111 Aufeinandertreffen mit dem neunmaligen Weltmeister. Nach 64 Sekunden hatte Schipatschjow Torhüter Thomas Greiss mit dem ersten Torschuss überwunden.

Am Freitag war Greiss, der Keeper der New York Islanders, mit 42 Paraden noch der Held des Spiels gewesen.

Der frühere NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff hat in den bisherigen beiden WM-Partien wegen einer Oberkörperverletzung gefehlt. "Wir haben die Gegentore zu leicht hergegeben".

"Wir wissen, dass wir gut spielen können, das haben wir im letzten Drittel gezeigt".

Patrick Hager hatte die Niederlage mit einer unfairen Attacke gegen Sergej Mozjakin eingeleitet, als es aus deutscher Sicht schon 0:1 stand. Die US-Amerikaner trafen sich erst Anfang der Woche und absolvierten nur eine Testpartie vor der WM. Und wenn die Stürmer um den 20-jährigen Jack Eichel (Buffalo), der 2015 im NHL-Draft in der ersten Runde an zweiter Stelle gezogen wurde, durchkamen, war Greiss zur Stelle. "Unglaublich, man kann es gar nicht beschreiben, er war einfach immer da", meinte NHL-Stürmer Tobias Rieder. Kurz: Es muss alles stimmen, damit die DEB-Cracks einem Weltklasse-Gegner gefährlich werden können. Wir müssen schauen, was sich in den nächsten Tagen noch tut. Ehrhoff sagt selber: "Es ist schon so gut, dass ich hoffen kann, aber zu schlecht, um problemlos zu spielen". Wie müssen gut regenerieren, und dann greifen wir wieder an. "Es war unglaublich, mit der Mannschaft dieses Ding gewinnen zu können". Das entscheidende siebte Spiel findet am Mittwoch (Ortszeit) in Washington statt. Ehrhoff droht das Turnier-Aus. Fast zwei Drittel lang hatte Sturms Mannschaft das mit 16 NHL-Profis wohl am besten besetzte Team des Turniers geärgert, indem sie ihre läuferische und spielerische Unterlegenheit mit Einsatz und harten Checks wettzumachen versuchte.

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